Erstellt am 18. Mai 2017, 04:00

von Lisa Hofbauer

Das Sterben der Eschen: Pilz verbreitet sich. Seit 2005 verbreitet in Österreich sich ein Pilz, der Eschen großflächig zum Absterben bringt. Auch der Waidhofner Buchenberg ist vom Eschensterben stark betroffen.

Seit dem Auftreten des Eschensterbens muss die Forstabteilung des Magistrats immer wieder Bäume fällen, die eine Gefahr für die Wanderer darstellen könnten. „Die Wegesicherung erfolgt aber mit Maß und Ziel“, so Georg Brenn.  |  Lisa Hofbauer

Nach wie vor setzt der Hymenoscyphus fraxineus, auch bekannt als „Falsches weißes Stängelbecherchen“, den heimischen Eschen zu. Seit mehreren Jahren befällt dieser Pilz Eschen in ganz Europa und lässt die Bäume absterben. Für die Bäume gibt es keine Rettung, sie sterben nach und nach ab und können nur noch gefällt werden.

Auch dem Eschenbestand im Bezirk setzt das „Falsche weiße Stängelbecherchen“ zu. Betroffen ist unter anderem auch der Waidhofner Buchenberg. Schon seit mittlerweile drei Jahren werden hier immer wieder Bäume gefällt, die drohen, auf die Wanderwege zu kippen. „Der Anteil der Eschen am Buchenberg liegt bei etwa 15 Prozent“, berichtet Georg Brenn, Forstadjunkt von Waidhofen. „Alle diese Bäume sterben. Man kann nichts machen, außer sie zu fällen.“

Standhaftigkeit der Bäume beeinträchtigt

Ist ein Baum vom „Falschen weißen Stängelbecherchen“ befallen, sterben zunächst die grünen Triebe und Zweige ab, was sich durch welke Blätter bzw. einen vorzeitigen Blattabfall bemerkbar macht. Nach und nach breitet sich der Pilz auch in der Rinde und im Stammfuß aus und bringt schließlich den ganzen Baum zum Absterben. Nach außen weist der Baum abgestorbene Triebe, Zweige und Äste, eine intensive Bildung von Ersatztrieben und Wasserreisern sowie eine büschelige Belaubung auf.

Äußerlich macht sich der Pilz primär durch abgestorbene Triebe und büschelige Belaubung in den Baumkronen bemerkbar.  |  Lisa Hofbauer

Da auch die Wurzeln der Eschen von der Erkrankung betroffen sind, ist die Standfestigkeit der Bäume massiv beeinträchtigt. Um die Sicherheit der Wanderer zu gewährleisten, müssen immer wieder Bäume großflächig gefällt werden. „Die Wegsicherung erfolgt mit Maß und Ziel. Bäume, die jedoch eine Bedrohung für Besucher des Buchenbergs darstellen, müssen gefällt werden“, so Brenn.

„Aufgrund der hohen Frequentierung des Buchenbergs ist hier die Notwendigkeit besonders gegeben, betroffene und gefährliche Bäume zu fällen, damit es zu keinen Unfällen kommen kann.“

„Die Wegsicherung erfolgt mit Maß und Ziel. Wir wollen sicherlich nicht einfach alle Bäume fällen.“Georg Brenn, Forstadjunkt am Magistrat Waidhofen

Seit dem Auftreten des Eschentriebsterbens sei man nun dahinter, Gefahren, die durch das „Stängelbecherchen“ und die toten Eschen entstehen, zu reduzieren. „Das ist natürlich nicht immer einfach“, so der Forstadjunkt. Obwohl es derzeit am Hausberg der Waidhofner keine Wegsperren gibt, bittet Brenn um das Verständnis der Wanderer, falls diese in Zukunft notwendig sein sollten. „Wenn wir Bäume fällen, erfolgt dies zur Sicherheit der Wanderer. Wir wollen sicherlich nicht einfach alle Bäume fällen“, so Brenn.