Allhartsberg

Erstellt am 15. November 2017, 04:00

von Andreas Kössl

Allhartsbergerhof bekommt neuen Wirt. Wirte-Duo warf nach einem Jahr überraschend das Handtuch. Franz Kloimwieder übernimmt Dorfwirtshaus mit 7. Dezember.

Der Kematner Franz Kloimwieder wird den Allhartsbergerhof ab 7. Dezember weiterführen.  |  privat

Erst im Oktober des Vorjahres haben Christian Schuster und Sabine Höbarth den traditionsträchtigen Allhartsbergerhof mitten im Ortszentrum von Allhartsberg von der Familie Schuller übernommen. Davor betrieben die beiden das Lokal „Brasserie“ in der Waidhofner Mühlstraße.

Am Sonntag, 5. November, haben Schuster und Höbarth die Pforten des Allhartsbergerhofs jedoch nach nur einem Jahr wieder geschlossen und stattdessen ein neues Wirtshaus in St. Florian übernommen. Der Wechsel der beiden nach Oberösterreich habe sich in den letzten Wochen bereits abgezeichnet, berichtet Bürgermeister Anton Kasser. „Ursprünglich war aber ausgemacht, dass sie den Allhartsbergerhof noch bis Jahresende weiterführen werden.“

Dass es so schnell gehen würde, kam für die Gemeinde dann doch überraschend – auch für die Sportunion Wieser Allhartsberg, die ihre Generalversammlung bereits im November im Allhartsbergerhof angesetzt hatte.

Mittlerweile hat man aber bereits einen Nachfolger für das Dorfwirtshaus an der Hand. Der Kematner Franz Kloimwieder wird den Allhartsbergerhof ab 7. Dezember weiterführen. Er hatte sich schon 2016 für den Gastronomiebetrieb interessiert. „Man hat mich nun im Oktober gefragt, ob ich noch Interesse am Allhartsbergerhof habe. Ich habe mir das überlegt und schließlich zugesagt“, sagt
Kloimwieder.

"Gutbürgerliche Küche mit Spezialitätenwochen"

Für die Allhartsberger ist der 37-Jährige kein Unbekannter. Der gelernte Koch und Kellner war nach Saisontätigkeiten in Tirol und Vorarlberg im einstigen Café/Pub „Look“ von Monika Huber in Kröllendorf tätig, bis es ihn 2007 zum Roten Kreuz verschlug. Dort ist er seitdem für die Ausbildung der Zivildiener zuständig.

Den Allhartsbergerhof möchte Kloimwieder als traditionelles Dorfwirtshaus weiterführen. „Es wird eine gutbürgerliche Küche mit Spezialitätenwochen geben“, kündigt der Neo-Wirt an. Die bisherige Küchencrew möchte er ebenso wie die zwei Lehrlinge übernehmen. Er selbst wird mit seiner Rotkreuz-Kollegin Marlene Asanger den Service schaukeln.

Bürgermeister Kasser freut sich über diese Lösung. „Die bisherigen Wirtsleute haben super gekocht. Vielleicht haben sie aber die Ansprüche, die in einer Gemeinde wie Allhartsberg auf ein Dorfwirtshaus zukommen, etwas unterschätzt. Ich bin froh, dass es nun nahtlos weiter geht.“

Und auch die Sportunion hat eine Lösung gefunden. Ihre Generalversammlung geht am 26. November im Gasthaus Hausberger in Hiesbach über die Bühne.