Erstellt am 10. September 2015, 06:27

von Andreas Kössl

Besuch im Museum. Waidhofens Bürgermeister zu Gast im Eisenbahnmuseum. Club-598-Studie über Tourismusbahn wird Gemeinderäten präsentiert.

Club-598-Obmann Siegfried Nykodem, Burgi Kolar, Josef Gschwandegger, Peter Stiftner, Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer mit Tochter Anne Sophie, Martin Ortner und Museumsleiter Herbert Marko (v.l.) sprachen über eine etwaige Zukunft der Ybbstalbahn als Tourismusbahn.  |  NOEN, Piaty

Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer stattete vergangene Woche dem Eisenbahnmuseum in Ybbsitz auf Einladung von Museumsleiter Herbert Marko einen Besuch ab. Auch dem denkmalgeschützten Heizhaus, in dem der Club 598 unter Leitung von Obmann Siegfried Nykodem gerade an der Restaurierung eines alten Ybbstalbahnwaggons arbeitet, besichtigte der Waidhofner Stadtchef. Dabei kam man auch auf die Zukunft der Ybbstalbahn zu sprechen.

Machbarkeitsstudie zu geplanter Tourismusbahn

Wie berichtet wollen die Bahnfreunde vom Club 598 ja ihre historische Lok als Tourismusbahn zurück auf die Schmalspur-Gleise zwischen Waidhofen und Ybbsitz bringen. Dazu hat der Verein eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese soll noch im September den Ybbsitzer und Waidhofner Gemeinderäten präsentiert werden.

„Man sollte sich die Zeit nehmen, dass man wirklich nachweist, dass das was am Papier machbar erscheint auch tatsächlich umsetzbar ist“, sagt Bürgermeister Krammer. Letztendlich sei es aber nicht die Entscheidung eines Bürgermeisters, ob eine Tourismusbahn realisiert werde, sondern die Gemeinderäte als gewählte Mandatare müssten dahinterstehen.

Umsetzung würde 850.000 Euro kosten

Aus diesem Grunde gebe es nun als ersten Schritt die Präsentation der Machbarkeitsstudie vor den Gemeinderäten. „Erst dann können Waidhofen und Ybbsitz gemeinsam sagen: Ja, das wollen wir. Wenn die Gemeinderäte aber aus irgendwelchen Gründen sagen: Nein, dass halten wir nicht für gut, dann ist es auch eine Entscheidung.“

Rund 850.000 Euro würde der Lückenschluss der Gleise zwischen Ederlehen und Gurhof laut der Machbarkeitsstudie kosten. Krammer stellt klar, dass sich um eine etwaige Finanzierung des Tourismusbahnprojekts der Club 598 kümmern müsste. „Egal ob er es selbst finanziert, ob er Förderungen auftreibt oder ob er es schafft, die Gemeinden davon zu überzeugen, dass sie sich auch beteiligen, das wäre ganz klar die Aufgabe des Clubs 598“, so Krammer.

Am Samstag, 3. Oktober, nimmt das Eisenbahnmuseum Ybbsitz übrigens an der Langen Nacht der Museen teil.