Erstellt am 12. September 2015, 05:32

von NÖN Redaktion

Klangraum Fabrik. Markus Hinterhäuser und Tamara Stefanovich gastieren Samstag, 19. September, 19.30 Uhr, in den Riesswerken.

Tamara Stefanovich gibt gemeinsam mit Markus Hinterhäuser einen Abend in den Räumen der Firma Riess.  |  NOEN, Marco Borggreve

Der Chef der Wiener Festwochen und neue Intendant der Salzburger Festspiele ist ein Scelsi-Kenner. 2007 hat Markus Hinterhäuser mit Regisseur Christoph Marthaler einen Scelsi-Zyklus bei den Salzburger Festspielen ausgerichtet, 2012 erschien seine Übersetzung von „Unendlichkeit. Die Geschichte eines Augenblicks“.

Scelsi verweigerte Fotos

Das außergewöhnliche Buch von Gabriel Josipovici versteht es, kein einziges Mal den Namen der Person preiszugeben, von der es handelt. Nur ein mysteriöses Zeichen auf der Rückseite des Buchumschlags – ein Kreis mit einem Strich darunter – gibt einen Hinweis: Es ist das Zeihen, das Giacinto Scelsi (1905 – 1988) verwendet hat, wenn er um ein Porträt gebeten wurde – sich fotografieren zu lassen, mochte der italienische Komponist gar nicht.

Markus Hinterhäuser liest in den Riesswerken aus seiner Übersetzung, erzählt von Scelsis sympathischen Spleens, seiner Meinung zur Zwölftonmusik und über die Frauen im Allgemeinen wie im Besonderen, aber auch über die späterhin so umstrittene Kunst des Protagonisten. Scelsis Interpretin am Klavier ist Tamara Stefanovich. Die Konzertpianistin liebt neue wie alte Musik und wird für ihre klugen und virtuosen Programme vom Publikum bewundert und gefeiert. Der renommierte Klavierfabrikant Bösendorfer wiederum bringt das Werkzeug für den Abend in den Klangwelten mit: Seine Neuentwicklung des großen Konzertflügels, die Ende 2015 der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Informationen: www.klangraumimherbst.at . Karten sind bei Ö-Ticket, 01/96096, und im Tourismusbüro Waidhofen, 07442/511255, erhältlich.