Erstellt am 12. Februar 2016, 05:28

von Andreas Kössl

Vier Jahre im Sattel. Birgit und Martin Aigenbauer berichteten im vollgefüllten Pfadfinderheim Ybbsitz von ihrer abenteuerlichen Asien-Radreise.

Birgit und Martin Aigenbauer beim Vortrag im Pfadfinderheim. Kössl  |  NOEN

Beinahe vier Jahre waren Birgit und Martin Aigenbauer mit dem Fahrrad in Asien unterwegs. Von St. Valentin, ihrem damaligen Heimatort, ging es durch Russland bis zum Baikalsee und weiter über die Mongolei nach China. Vietnam, Laos und Thailand wurden ebenso durchfahren wie Tibet, Nepal, Indien, Pakistan, Kasachstan und die Türkei, ehe es von Istanbul aus im siebten Schwangerschaftsmonat mit dem Zug wieder zurück nach Österreich ging.

Vortrag in der Volkshochschule

Am Donnerstag der Vorwoche berichteten die beiden Neo-Ybbsitzer im bis auf den letzten Platz gefüllten Pfadfinderheim auf amüsante und äußerst kurzweilige Art und Weise von ihrer abenteuerlichen Reise. Dabei bekam das Publikum nicht nur beeindruckende Bilder zu sehen, sondern erfuhr auch, wie es ist, bei minus 40 Grad durch Sibirien zu radeln, während man seine Zehen nicht mehr spürt, oder bei diesen Temperaturen zu essen, wenn der Metalllöffel dauernd an den Lippen kleben bleibt.

Man bekam auch eine Ahnung davon, wie es ist, sich in Tibet, das man alleine gar nicht durchradeln darf, vor der Polizei zu verstecken oder ein über 100 Kilo schweres Rad steile Pässe hinaufzuschieben oder diese hinabzufahren, in Pakistan mit Steinen beworfen zu werden oder in Ostchina von Dorfbewohnern dauerbeobachtet zu werden.
Im Oktober werden die beiden Radabenteurer mit ihrem Vortrag, auf Einladung der Volkshochschule, im Waidhofner Plenkersaal nochmals zu erleben sein.