Ybbsitz

Erstellt am 11. Oktober 2017, 05:01

von Andreas Kössl

Privatmuseum übersiedelt nach Rumänien. Eisenbahnfreunde über Gemeinde Ybbsitz enttäuscht. Markos Sammlung geht ins Ausland.

Gerhard Auer (NEOS), Heinz Gabriel (FPÖ), Elsa Zierlinger (Club 598), Siegfried Nykodem (Club 598), Renate Wachauer, FPÖ-Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber, Thomas Vielhaber (Pro Ybbstalbahn), Herbert Marko, Karl-Heinz Knoll (FPÖ), Peter Stiftner, Josef Gschwandegger (FPÖ), Karl Reichenecker und Karl Piaty (v.l.) betrauern das Ende des Eisenbahnmuseums in Ybbsitz und verlasen ein mahnendes Manifest.  |  Kössl

Nun ist es fix: Der Ybbsitzer Eisenbahnenthusiast Herbert Marko verkauft seine Sammlung zur Ybbstalbahn nach Rumänien. Jahrelang hatte der ÖBB-Bedienstete Gegenstände jeglicher Art rund um die mittlerweile eingestellte Lokalbahn zusammengetragen und in seinem privaten Eisenbahnmuseum im ehemaligen Gütermagazin des Ybbsitzer Bahnhofs ausgestellt.

Ende Juli wurde Marko aufgefordert, das Objekt bis Ende Oktober zu räumen. Der Eisenbahnfreund, der seine Sammlung gerne weiter in Ybbsitz gesehen hätte, machte der Gemeinde Ybbsitz daraufhin ein Kaufangebot.

Kössl

Am Sonntag der Vorwoche wurde Markos Sammlung begutachtet. Im Auftrag der Kulturabteilung des Landes NÖ nahm Rupert Gansterer, Kurator des Eisenbahnmuseums Strasshof, das Privatmuseum in Ybbsitz unter die Lupe. „Um die Sammlung wäre es ewig schade. Vieles davon ist für die Geschichte der Ybbstalbahn relevant“, sagt Gansterer.

Warum die Eisenbahn-Sammlung dennoch nach Rumänien verkauft wird und wie es um die Waggons und Lokomotiven des Clubs 598, die aus den Bahnhöfen in Ybbsitz und Waidhofen ebenfalls entfernt werden müssen, steht, lest ihr in der Printausgabe der Ybbstaler NÖN, sowie im ePaper.