Erstellt am 24. Januar 2018, 05:00

von Andreas Kössl

Zwei Ybbstaler kämpfen um ein Mandat. Zwei Ybbstaler rittern um ÖVP-Sitz. Mandate für SPÖ und FPÖ außer Reichweite.

Auf Listenplatz zwei möchte der Allhartsberger Anton Kasser (li.) sein ÖVP-Mandat verteidigen. Auf Listenplatz drei geht Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer (re.) ins Rennen um einen ÖVP-Sitz.  |  NÖN

Mit ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne, NEOS und der Christlichen Partei Österreichs (CPÖ) finden sich im Bezirk Amstetten am Sonntag sechs Parteien auf dem Stimmzettel. 2013 waren es noch acht Parteien. Die Liste FRANK, die KPÖ und die Mutbürger sind diesmal nicht mehr dabei, dafür kandidieren die NEOS erstmals in Niederösterreich.

Die ÖVP kam bei der Wahl 2013 im Bezirk Amstetten auf 53,4 Prozent der Stimmen (Waidhofen: 55,1 Prozent). Ein Verlust von -5,1 bzw. -4,9 Prozentpunkten bedeutete auch den Verlust von einem der bis dahin drei Grundmandate.

VP-Herausforderer aus Waidhofen und Haag

Die verbliebenen zwei ÖVP-Grundmandate besetzten die Abgeordneten Michaela Hinterholzer und Anton Kasser. Ausschlaggebend dafür waren die Vorzugsstimmen. Mit 7.475 Vorzugsstimmen war die Bürgermeisterin von Oed-Öhling dabei die klare Nummer eins, auf Platz zwei folgte der Allhartsberger Ortschef mit 4.596 Vorzugsstimmen.

Damit lag dieser um 255 Vorzugsstimmen vor seinem parteiinternen Herausforderer, dem St. Valentiner Bundesrat Andreas Pum. Alle drei stellen sich auch am Sonntag wieder der Wahl. Wer es von der ÖVP letztlich in den Landtag schafft, hängt abermals von den Vorzugsstimmen ab. Dabei gibt es heuer mit dem Waidhofner Stadtchef Werner Krammer und dem Haager Bürgermeister Lukas Michlmayr zwei weitere starke ÖVP-Anwärter auf einen Landtagssitz. Dass die Volkspartei wieder ein drittes Bezirksmandat zurückerobert, ist unrealistisch, 67 Prozent der Stimmen im Bezirk wären dafür notwendig.

Der Sonntagberger Helmut Novak kandidiert auf SPÖ-Listenplatz zwei. Ein Einzug scheint unrealistisch.  |  NÖN

Neben Kasser (Listenplatz zwei) und Krammer (Listenplatz drei) findet sich mit dem Ybbsitzer Volksschuldirektor Thomas Seyrl auf Listenplatz 13 noch ein dritter Ybbstaler auf der Bezirksliste der ÖVP. Auf der Landesliste geht mit ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Eder aus Allhartsberg auf Platz neun ein weiterer Ybbstaler ins Rennen.

Die SPÖ musste 2013 im Bezirk ebenfalls Stimmen einbüßen und kam auf 20,6 Prozent (Waidhofen: 16,9 Prozent). Das rote Grundmandat erhielt St. Georgen/Reiths Bürgermeister Helmut Schagerl. Nach fünf Jahren im Landtag wird dieser nun jedoch nicht mehr antreten. Schagerl musste sich bei der parteiinternen Vorwahl der Bürgermeisterin von St. Valentin, Kerstin Suchan-Mayr, geschlagen geben und zog daraufhin seine Kandidatur zurück. Auf SPÖ-Listenplatz zwei folgt mit dem Sonntagberger Ortsparteivorsitzenden Helmut Novak wieder ein Ybbstaler. Realistische Chancen auf ein Mandat hat dieser jedoch nicht. Weitere SPÖ-Kandidaten aus dem Ybbstal sind der Waidhofner Gemeinderat Armin Bahr auf Listenplatz acht und der Opponitzer SPÖ-Obmann Walter Maurer auf Listenplatz 14.

Opponitzer an der FPÖ-Spitze im Rennen

Auch die FPÖ musste bei der letzten Landtagswahl im Bezirk Stimmen abgeben. Sie kam auf acht Prozent (Waidhofen: 6,5 Prozent). Mit Alexander Schnabel auf Listenplatz eins führt am Sonntag ein Opponitzer die Freiheitlichen im Bezirk in die Wahl. Dass er tatsächlich mit einem Grundmandat in den Landtag einziehen wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Dazu bräuchte es einen Stimmenanteil von rund 25 Prozent. Auf der Landesliste kandidiert Schnabel auf Listenplatz 24, auf Platz 32 stellt sich dort der Ybbsitzer Siegfried Heiligenbrunner der Wahl. Mit dem Waidhofner Karl-Heinz Knoll findet sich auf der FPÖ-Bezirksliste ein weiterer Ybbstaler.

Die Grünen legten bei der letzten Landtagswahl im Bezirk zu und kamen auf 7,3 Prozent der Stimmen (Waidhofen: 9,8 Prozent). Angeführt werden sie im Bezirk heuer vom Amstettner Dominic Hörlezeder. Auf der grünen Landesliste rangiert dieser auf Listenplatz fünf. Mit Matthias Plankenbichler und Erich Abfalter finden sich auf den Plätzen vier und neun auch zwei Waidhofner. Nummer eins der NEOS im Bezirk ist der Amstettner Daniel Gieber. Für die CPÖ stellt sich im Bezirk der Ybbsitzer Manfred Moser der Wahl.

Umfrage beendet

  • Vorzugsstimmenwahl: Werden wieder Anton Kasser und Michaela Hinterholzer ein Bezirksmandat für die ÖVP besetzen?