Erstellt am 25. Februar 2016, 05:19

von Andreas Kössl

Zwei neue Mandatare. Greifensteiner (ÖVP) und Fürschuss (SPÖ) angelobt. Wildbachverbauung und Datenhighway-Ausbau dominierten Sitzung.

ÖVP-Gemeinderat Nikolaus Stöckl, Vizebürgermeisterin Genoveva Leitner, Bürgermeister Thomas Raidl (beide ÖVP) sowie die SPÖ-Mandatare Ulrike Neubauer und Helmut Novak (v.l.) wünschten den Neo-Mandataren Pius Greifensteiner (ÖVP) (3.v.l.) und Josef Fürschuss (SPÖ) (3.v.r.) alles Gute.  |  NOEN, Kössl

Zu gleich zwei Wechseln kam es im Sonntagberger Gemeinderat. Berthold Hofmarcher (ÖVP) und Angelika Schlemmer (SPÖ) legten ihre Mandate zurück. Für sie wurden in der Sitzung am Montag Pius Greifensteiner (ÖVP) und Josef Fürschuss (SPÖ) angelobt.

Die Sitzung selbst stand dann im Zeichen von zwei großen Projekten. Eduard Kotzmaier von der Wildbach- und Lawinenverbauung des Bundes berichtete von der Wildbachverbauung in Baichberg, die schon seit einigen Jahren in der Warteschleife hängt, nun aber endlich realisiert werden soll. Die Baumaßnahme soll ermöglichen, ein 100-jähriges Hochwasser durch die Siedlung hindurchzuleiten. Dringender Handlungsbedarf sei hier gegeben, so Bürgermeister Thomas Raidl.

Momentan sei der Bach zu eng, bestätigte Kotzmaier, weswegen der Durchflussquerschnitt des Baichbergbachs auf circa 4,5 Quadratmeter erhöht werden soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,55 Mio. Euro. 58 Prozent übernimmt der Bund, 17 Prozent das Land NÖ. Die restlichen 387.500 Euro trägt die Gemeinde, was einstimmig beschlossen wurde.

Breitband-Fördervertrag angenommen 

Ein weiteres Zukunftsprojekt wurde von Wolfgang Voglauer von der Firma IKW präsentiert: der Aufbau eines Lichtwellenleiternetzes im Gemeindegebiet. Dieses wird von der Firma IKW für die Gemeinden Sonntagberg und Allhartsberg geplant und aus Mitteln der Breitbandmilliarde des Bundes gefördert.

Im Zuge der letzten Tiefbauarbeiten wurde in Sonntagberg schon ein großer Teil des Netzes verlegt, etwa in den Ortsteilen Windberg und Baichberg, in der Schulstraße und am Sonntagberg. Bis dato verfüge man über 130 Hausanschlüsse im Gemeindegebiet, so Voglauer, 70 weitere sollen folgen. Wichtig sei, dass 40 Prozent der Anschlüsse auch genutzt würden, stellte der Experte klar.

Nur dann würde die NÖGIG, die in Niederösterreich die flächendeckende Breitbandversorgung umsetzen soll, das Leitungsnetz von der Gemeinde ablösen. 30 bis 35 Euro im Monat soll die Anbindung an den Datenhighway kosten, so Voglauer: „Sonntagberg hat die Möglichkeit, bei der Breitbandversorgung ganz vorne dabei zu sein.“ Bis Ende nächsten Jahres könnte das Netz in Betrieb gehen. Der Fördervertrag mit der NÖGIG wurde einstimmig angenommen.


GR-Splitter

• Unterführung. Der Gemeinderat beschloss eine Vereinbarung mit der ÖBB-Infrastruktur und der Landesstraßenverwaltung über den Neubau der Bahnunterführung in Rosenau. Diese wird um einen Meter verbreitet und auf 4,2 Meter erhöht.

• Windberg-Baichberg. Im Zuge der Finalisierung des Projekts „Windberg-Baichberg“ werden drei neue LED-Lichtpunkte geschaffen. Kosten: 8.086,42 Euro netto.

• Feuerwehren. Der Gemeinderat beschloss 800 Euro Zuschuss für Service- und Reparaturarbeiten der FF Sonntagberg an Pumpen und Löschfahrzeug. Für die Sanierung des Tanklöschfahrzeugs der FF Rosenau übernimmt die Gemeinde 32.500 Euro. Für den Ankauf eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs der FF Sonntagberg ist mit einem Gemeindeanteil von 179.207, 70 Euro zu rechnen. Das Fahrzeug soll über die Bundesbeschaffungsgesellschaft besorgt werden.

• Sportarena. Für die Errichtung der Sportarena Sonntagberg wurden 99.000 Euro für Elektroinstallationen sowie 52.832 Euro für Dachdecker- und 6.630,96 Euro für Spenglerarbeiten beschlossen.

• Darlehen. Der Gemeinderat beschloss vier Kreditaufnahmen: 340.000 Euro für die Wasserversorgung, 320.000 Euro für den Straßenbau, 166.000 Euro für die Restfinanzierung des FF-Hauses Doppel und 100.000 Euro für die Lichtwellenleiter-Verlegung.