Erstellt am 08. Juni 2016, 05:50

von Jutta Hahslinger

18-Jähriger startete Tauschhandel mit Kinder-Pornos. Beim Chatten auf kinderpornografisches Material gestoßen und Tauschhandel begonnen.

 |  NOEN, Symbolbild

Die Eltern eines 18-jährigen Schülers aus dem Bezirk Zwettl fielen aus allen Wolken, als die Polizei am 10. Oktober vergangenen Jahres vor der Tür stand und dann die Laptops des Sohnemanns beschlagnahmte. Noch schlimmer dann das Ergebnis der ausgewerteten Computerdaten: 17 Video- und 233 Bilddateien mit Nacktaufnahmen von unmündigen und minderjährigen Teenagern in aufreizenden Posen oder bei sexuellen Handlungen.

Zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt 

Es sei ein Hobby von ihm, im Internet zu chatten. Dabei habe er festgestellt, wie einfach es sei, im „öffentlichen Teenchat“ einzusteigen und über diese Plattform Zugang zu kinderpornografischem Bildern zu kommen, schildert der Schüler vor Gericht. Damit aber nicht genug: Wohl wissend, dass es sich um Kinderpornografie (abgelichtete Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren) handelt, stellte er die Dateien anderen Internetnutzern unbegrenzt zur Verfügung, um im Gegenzug dafür weitere Bilder und Videos zu bekommen.

Das reumütige Geständnis lässt den bislang unbescholtenen Waldviertler knapp an einer Vorstrafe vorbeischrammen. Das Verfahren wird auf Eis gelegt und erst eingestellt, wenn er 100 Stunden an gemeinnütziger Arbeit erbracht hat.