Zwettl

Erstellt am 30. Juni 2016, 05:01

von Martin Kalchhauser

Angst um Job ist groß. Bestandsaufnahme über die Region Waldviertel konstatiert viel Schatten, aber auch etwas Licht.

Präsentierten neue Ausgabe der Broschüre „Meine Region Waldviertel“: Michael Preissl (AK Gmünd), Christian Hemerka (AK Waidhofen), Jürgen Binder (AK Zwettl), Bildungsexperte Günter Kastner, Wirtschaftsexperte Jürgen Figerl und Robert Fischer (AK Horn, von links).  |  Martin Kalchhauser

Eine Bestandsaufnahme der Situation in den Waldviertler Regionen bietet die Broschüre der AKNÖ „Meine Region Waldviertel“.

Bei der Bevölkerungsentwicklung seien Gemeinden an der Bahn (FJB) im Vorteil, konstatiert AK-Wirtschaftsexperte Jürgen Figerl. Enorm sei der „Stellenandrang“. Auf einen Job kommen 29,1 (Zwettl) bis 72,8 (Gmünd) Bewerber. „Eine der größten Sorgen ist die um den Job.“ Ein Viertel der Waldviertler pendelt nach Wien.

Deutlich besser als früher steht es um die schulische Nachmittagsbetreuung, stellt AK-Bildungsfachmann Günter Kastner fest. Hier sei man ganz hinten gewesen, jetzt im Mittelfeld. „Dafür ist die Kleinkindbetreuung ,deutlich ausbaubar‘.“

Wiederaufnahme der Franz-Josefs-Bahn gefordert

Massive Teuerungen beim Wohnen beklagt Horns AK-Chef Robert Fischer, an der Achse Horn – Gars – Krems. Menschen mit 50+ in Beschäftigung zu halten, werde schwieriger. Michael Preissl (Gmünd) beklagt den starken Anstieg der Arbeitslosigkeit: „Auch die Lehrlingsausbildung leidet darunter.“

Vitis nennt Waidhofens Christian Hemerka den positiven „Ausreißer“. Erklärung? Die Lage an der Bundesstraße. „Wenn die Infrastruktur passt, ist eine positive Entwicklung möglich!“ Jürgen Binder (Zwettl) sieht das auch so: „Bei hoher Pendlerzahl besteht die Gefahr der Abwanderung.“ Er fordert unter anderem eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs von Zwettl nach Schwarzenau (Franz-Josefs-Bahn).

„Meine Region Waldviertel“ kann man kostenlos bestellen ( 05/7171-25000) oder downloaden auf noe.arbeiterkammer.at.