Allentsteig

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:12

von Markus Füxl

Bahnübergang wird fahrerfreundlicher. In Allentsteig flacht die Straßenmeisterei den Bahnübergang ab. Zudem wird eine bis zu vier Meter hohe Stützmauer errichtet.

Brückenmeister Manfred Zeilinger, Straßenmeister Franz Edinger, Betriebsleiter Christoph Oppholzer und Othmar Wagner arbeiten noch bis September am Bahnübergang in Allentsteig.  |  NOEN, Markus Füxl

Die Straßenmeisterei entschärft den Bahnübergang in Allentsteig. Grund dafür ist der tödliche Unfall im Vorjahr: Ein Fahrer saß mit seinem Tiefladertransport am Bahnübergang fest. Bei der Kollision mit dem Zug verstarb ein Lokführer. Obwohl der Tieflader auf der Strecke nicht fahren hätte dürfen, flacht die Straßenmeisterei jetzt den Bahnübergang ab.

Dazu hebt man die Straße auf einer Seite um 130 cm an. Auch nach dem Bahngleis wird das Höhenniveau zu Straße mehr angeglichen: In Zukunft soll die „Wanne“ nur mehr 80 cm tiefer als das Bahngleis sein. Zudem wird der Kurvenradius erweitert.

Um ein Wohnhaus an der östlichen Straßenseite nicht zuschütten zu müssen, errichtet die Straßenmeisterei gemeinsam mit der Brückenmeisterei eine bis zu vier Meter hohe Stützmauer. Außerdem wird die Abbiegung zur Katastralgemeinde Thaua verbreitert und ein neuer Forstweganschluss in die L75 gelegt. Die Eisenbahntrasse der Franz-Josefs-Bahn selbst bleibt unverändert.

Bauarbeiten dauern neun Wochen

Straßenmeister Franz Edinger meint: „Der Bahnverkehr wird immer schneller, die Züge kreuzen mit bis zu 110 km/h.“Der neue Übergang soll später ein sichereres und harmonischeres Übersetzen garantieren. Obwohl der tödliche Unfall im September 2015 der Ausschlag für das Bauprojekt sei, hätten sich viele Anrainer schon seit Jahren über die heikle Kurve beschwert.

Die Bauarbeiten betragen insgesamt neun Wochen. Noch bis Anfang September bleibt die Straße gesperrt. Der finanzielle Aufwand des Projektes beträgt 500.000 Euro. Das Land Niederösterreich und die ÖBB teilen sich die Kosten.