Allentsteig

Erstellt am 04. August 2016, 05:23

von Markus Füxl

Lichtspiele: 2018 soll Bauphase zwei starten. Mit den Arbeiten an den Allentsteiger Lichtspielen wurde begonnen. Sie sollen im Oktober abgeschlossen werden.

Obmann des aL!VE- Allentsteiger lichtspiel Vereins, David Sporrer, hat mit seinem Team die Sanierung des Allentsteiger Kinos gestartet. Die Restaurierung des Kinosaals soll 2018 starten.  |  NOEN, Markus Füxl

Die Sanierungsarbeiten im Lichtspiel Allentsteig haben begonnen. Seit Anfang Juli wird in der Bauphase 1 die große Mittelstiege, die Fassade und die Räumlichkeiten des gesamten Nordtraktes saniert.

Bereits 2012 hat „aL!VE- Allentsteiger lichtspiel Verein“ das Gebäude gekauft. Obmann David Sporrer erklärt: „Wir hatten schon damals die Vision, die Lichtspiele wieder zu einem Ort der Begegnung zu machen.“ Geänderte Auflagen seitens der Behörde zwangen das junge Team nun zur Sanierung. So werden die Original Notausgangstüren von 1940 erneuert, Beleuchtung und insgesamt 42 Brandmelder müssen neu installiert werden.

Um die Gesamtkosten von 60.000 Euro für die erste Bauphase stemmen zu können, hat man in einem Crowdfunding-Projekt 7.000 Euro Spenden gesammelt. „Wir hatten bereits zwölf Tage vor Ende das Ziel erreicht. Insgesamt konnten wir 9.000 Euro lukrieren“, freut sich David Sporrer. Aus Sponsoring fließen 10.000 Euro ins Projekt, der Großteil der Kosten wird mit 23.000 Euro an Eigenmitteln gedeckt. Die Gemeinde hat dem Verein 20 Prozent der Gesamtkosten als Subvention zugesichert.

Renovierungsarbeiten über 100.000 Euro

Die Bauarbeiten sollen mit Oktober abgeschlossen sein. Bis dahin will man bereits Workshops über Improvisation, Handwerk und Repair Café im gegenüberliegenden Stadttheater organisieren. In den fertig sanierten Lichtspielen soll neben Filmen wieder verstärkt Musik präsentiert werden. „Gerade hier, wo Kunst in der Vergangenheit propagandamäßig vertrieben wurde, wollen wir sie wieder hochhalten“, sagt Sporrer.

Sein Traum sei die Aufführung von Franz Schuberts „Winterreise“: „Dabei soll dem Zuhörer in einem abgedunkelten Saal mit moderner Lichttechnolgie ein kleines Multimediaspektakel geboten werden, das man üblicherweise bei klassischen Konzerten nicht hat“, erklärt David Sporrer.

Bis dahin wird noch viel Zeit und Geld in das Projekt fließen: 2018 startet Bauphase 2 im 320 m großen Saal. Es gilt ein neues Wärmetauschersystem zu installieren und einen neuen Bodenbelag aufzuziehen. „Beim Verlegen des Bodens alleine rechnen wir mit 25.000 Euro. Die Renovierungsarbeiten am Saal werden die 100.000 Euro-Marke sprengen“, prognostiziert Obmann Sporrer.