Altmelon

Erstellt am 24. August 2016, 04:36

von René Denk

229 Feuerwehrmitglieder bei Abschnittstag. Das Ehrenamt wurde von den Festrednern beim Abschnittsfeuerwehrtag hochgehalten. Langjährige Verdienste im FF-Wesen wurden geehrt.

Bürgermeister Manfred Stauderer wurde vom Altmeloner Feuerwehrkommandant sowie Abschnittskommandant Christian Weis und Abschnittskommandant-Stellvertreter Sigmund Laister die bronzene Florianiplakette verliehen.  |  René Denk

229 angetretene Feuerwehrmitglieder meldete der Groß Gerungser Abschnittskommandant Christian Weis beim Abschnittsfeuerwehrtag am Fußballplatz Altmelon am 21. August an Landtagsabgeordneten Franz Mold.
„Mich freut es ganz besonders, dass so viele Ehrengäste und Feuerwehrmitglieder zu diesem Tag erschienen sind“, betonte Weis, bevor er eine Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden im letzten Jahr, die namentlich verlesen wurden, einforderte.

Weis betonte anschließend, dass der Abschnitt 24 Feuerwehren aus fünf Gemeinden fasse, die Tag und Nacht bereit seien, im Ernstfall zu helfen. Dann wandte er sich an die zahlreichen geehrten Feuerwehrmitglieder und ausgeschiedenen Funktionäre und dankte ihnen für ihre Leistungen.
„Von der Gemeinde sind wir bemüht, die Feuerwehren zu unterstützen. Es ist selbstverständlich, zu helfen, eine Feuerwehr mit benötigter Ausrüstung auszustatten“, betonte der gastgebende Bürgermeister Manfred Stauderer.

„Da müsste die Politik noch vieles drauflegen, um auf diesen Wert zu kommen"

Bundesratsabgeordnete Adelheid Ebner

Altmelons Feuerwehrkommandant Robert Einfalt bedankte sich bei Stauderer für die große Unterstützung in den letzten Jahren - das Feuerwehrhaus wurde 2012 seiner Bestimmung übergeben und das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr am Vormittag gesegnet. Gemeinsam mit Abschnittskommandant Sigmund Laister freute er sich, Stauderer mit der Florianiplakette auszeichnen zu können. „Das gibt es auch mal, dass in Altmelon der Bürgermeister sprachlos ist. Ich habe mit viel gerechnet, aber mit dem nicht“, freute sich Stauderer.

Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl hob das Ehrenamt hoch: „Stellen Sie sich vor, wir müssten flächendeckend die Feuerwehrmitglieder nach dem Kollektivvertrag entlohnen. Das wäre für die öffentliche Hand nicht zu schaffen.“ Dann wandte er sich an die vielen Auszuzeichnenden des Tages: „Sie verwenden sich schon seit Jahrzehnten für das Ehrenamt. Ein großes Danke - die Feuerwehren sind durch sie für die Behörde ein kompetenter und verlässlicher Partner.“

Reichtum durch das Ehrenamt

Bundesratsabgeordnete Adelheid Ebner führte eine Umfrage an, nach der die Feuerwehr 98 Prozent Glaubwürdigkeit besitzt. „Da müsste die Politik noch vieles drauflegen, um auf diesen Wert zu kommen“, strich sie den Stellenwert der Feuerwehren hervor. Auch Landtagsabgeordneter Franz Mold wollte den Abschnittsfeuerwehrtag nutzen, um Danke zu sagen. Unter dem Motto „Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ fand er, dass es beachtlich ist, 25, 40, 50, 60 und sogar 70 Jahre im Dienst der Feuerwehr zu stehen.

Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Knapp hob den Unterschied zwischen anderen Ländern und Österreich hervor und welche Lebensqualität und Reichtum durch das Ehrenamt besitzt: „Es liegt an jedem Einzelnen, das auch zu erhalten“, meinte Knapp.

Dann wendete sich der Bezirkskommandant an die Geehrten: „Es ist noch keine Auszeichnung vom Himmel gefallen. Lasst sie nicht im Nachtkastl verschwinden, sondern zeigt sie her, damit die Menschen sehen, dass ihr bei der Feuerwehr seid und was ihr schon geleistet habt!“
Knapp: „Wir sind eine Feuerwehr, nicht 24!“

Weiters bat Knapp um Zusammenarbeit im Abschnitt. „Gemeinsam können wir unsere Aufgaben am besten und wieder leichter bewältigen. Ich wünsche mir diesen Zusammenhalt - wir sind eine Feuerwehr, nicht 24. Dann habe auch ich es in den nächsten vier Jahren wieder leichter“, so Knapp. Anschließend wurden die zahlreichen Ehrungen durchgeführt.