Erstellt am 08. September 2015, 08:32

von Brigitte Lassmann-Moser

"Kind" entwickelt sich. In Bad Traunstein und Ottenschlag wurden jetzt weitere NÖ-Kinderbetreuungseinrichtungen eröffnet.

Groß und Klein freuten sich über die Eröffnung der NÖ Kinderbetreuung in Bad Traunstein: Bildungsmanager Alfred Grünstäudl, LEADER-Geschäftsführer Thomas Heindl, Kernland-Geschäftsführerin Doris Maurer, Bildungshausleiterin Regina Sprinzl, die die Segnung vornahm, Bürgermeisterin Angela Fichtinger, Bezirkshauptmann Michael Widermann, Landesrätin Barbara Schwarz, Vizebürgermeister Roland Zimmer (stehend, v. l.) sowie die beiden Betreuerinnen Anita Vogl und Janine Windisch (vorne) mit Kindern.  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser

Landesrätin Barbara Schwarz eröffnete am Sonntag, 6. September, in Bad Traunstein und Ottenschlag in Anwesenheit zahlreicher Interessierter zwei neue Kinderbetreuungseinrichtungen des Waldviertler Kernlands.

„Für mich ist die NÖ-Kinderbetreuung wie ein Kind, das wächst und sich entwickelt“, meinte Doris Maurer, Geschäftsführerin der Kleinregion „Waldviertler Kernland“. Im Jänner 2014 habe alles mit einem „Schwangerschaftstest“, einer Befragung der Eltern, um den Bedarf zu erheben, angefangen.

Einrichtungen entstehen nach und nach

Über 100 Familien in der Region meldeten sich damals, weil sie sich eine Betreuung im Kleinkindbereich wünschten. Es folgte ein „Geburtsvorbereitungskurs“, bei dem Informationen und Ideen gesammelt wurden. Im Oktober 2014 erfolgte die „Geburt“, die ersten vier Standorte waren konzipiert. „Das Kind hat sehr schnell krabbeln gelernt“, so Maurer, „nach nur sechs Monaten konnten die ersten vier Einrichtungen eröffnet werden.“ Und wieder sechs Monate später läuft das „Kind“ bereits, und läuft, und läuft… Bad Traunstein ist der mittlerweile siebente Standort, Ottenschlag der achte, und im Oktober soll die Kinderbetreuung in Martinsberg eröffnet werden.

Kinderbetreuung im ländlichen Raum besonders wichtig

„Hier hat sich ein unheimlicher Schwung entwickelt“, betonte Landesrätin Barbara Schwarz, die kurzerhand zur „Taufpatin“ erkoren wurde. „So etwas gelingt nur, wenn die Region zusammenhält.“ Schwarz betonte, dass für junge Familien gerade im ländlichen Raum die Kinderbetreuung ein ganz „wichtiges Instrument“ sei. „Die Kinder profitieren nicht nur von der liebevollen Betreuung, sondern auch vom Umgang mit Gleichaltrigen und dem abwechslungsreichen Angebot an Eindrücken“, meinte die Landespolitikerin.

Bad Traunsteins Bürgermeisterin, Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, lobte das Betreuungskonzept („Eine sehr flexible Sache!“) sowie die tolle Förderung. „Da muss man die Gunst der Stunde nutzen“, betonte Fichtinger, die sich auch über eine sehr gute Auslastung des Kindergartens in ihrer Gemeinde freut, in Hinblick darauf, dass in der Region schon lange der Wunsch nach einer Betreuung – auch für ältere Kinder – bestand.