Erstellt am 15. September 2015, 08:39

von René Denk

Bankfiliale sperrt zu. Waldviertler Sparkasse zieht die einzige Mitarbeiterin ab, Geldbehebungen und Überweisungen sind aber weiter möglich.

Bürgermeisterin Adelheid Ebner vor dem Sparkassen-Gebäude neben dem Gemeindeamt, das die Gemeinde um 10.000 Euro gekauft hat.  |  NOEN, René Denk

Die Filiale der Waldviertler Sparkasse in Gutenbrunn wird geschlossen, das Gebäude wurde um 10.000 an die Gemeinde verkauft. In der Gemeinderatssitzung nach dem Sommer wurde einstimmig der Beschluss gefasst.

„Direktor Franz Pruckner war bei uns und hat uns mitgeteilt, dass die Filiale mit 1. Oktober geschlossen werden soll. Es ist das Nachbargebäude des Gemeindeamtes und deshalb sehr interessant für uns“, sagt Bürgermeisterin Adelheid Ebner im NÖN-Gespräch.

Gemeindeamt-Räume für Beratungsgespräche

Vorstandsvorsitzender Franz Pruckner erklärt, dass die Filiale nicht zur Gänze aufgelöst wird. „Die Gutenbrunner haben weiterhin die Möglichkeit, dort Geld abzuheben“, erklärt Pruckner. Auch Überweisungen werden möglich sein.

Gutenbrunn ist die kleinste Filiale der Sparkasse und nur noch mit einer Mitarbeiterin besetzt. Diese wird weiterhin auf Wunsch ihre Kunden betreuen, aber von der Bankstelle Ottenschlag aus. „Wir haben außerdem gute Gespräche mit Bürgermeisterin Ebner geführt, um im Bedarfsfall die Räume des Gemeindeamtes für Beratungsgespräche zu nutzen“, meint Pruckner. Der Vorstandsvorsitzende bedauert auch, die Filiale schließen zu müssen, aber dies sei der allgemeine Trend. „Beratungen brauchen die Menschen nur mehr bei wichtigen Dingen. Alles andere wickeln sie über die Automaten oder das Handy ab.“

Keine anderen Filialen betroffen

Gutenbrunn sei die einzige Filiale in allen fünf Bezirken, in denen die Waldviertler Sparkasse Bank AG tätig ist, bei der die Mitarbeiter abgezogen werden, versichert Pruckner.

Bürgermeisterin Ebner schweben schon mehrere Möglichkeiten vor, wie man das Gebäude nutzen könnte. „Wir wollen in den nächsten Monaten ausloten, was realistisch ist und was nicht. Ich bin mir sicher, dass wir das Gebäude sinnvoll nutzen können“, meint Ebner.