Erstellt am 21. März 2016, 09:14

von NÖN Redaktion

Bezirk Zwettl: 2.100 sind Diabetiker. Programm der NÖGKK bietet zusätzliche Angebote bei der Betreuung der Patienten, die an Zuckerkrankheit leiden.

Arzt Karl Danzinger, Patientin Gertrud Kahl und Service-Center-Leiter Emmerich Temper stellen das neue »Therapie-Aktiv«-Programm vor.  |  NOEN, Foto: NÖGKK
Rund 2.100 Menschen leiden im Bezirk an Typ-2-Diabetes. In ganz Niederösterreich sind es mehr als 77.000. Immer mehr Niederösterreicher sind zuckerkrank. Eine gute ärztliche Behandlung und Betreuung sichert das Niederösterreichische Gebietskrankenkassen (NÖGKK)-Gesundheitsprogramm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“.

Die Vorteile des strukturierten Behandlungsprogramms wurden durch eine wissenschaftliche Studie bewiesen: Die Lebensqualität der Betroffenen steigt, die Folgeerkrankungen nehmen ab, die Sterblichkeitsrate sinkt. Gemeinsam mit der NÖ Ärztekammer wurde das bewährte Programm 2016 auf eine breite Basis gestellt und ausgeweitet. Therapie-Aktiv-Ärzte sorgen dafür, dass neben regelmäßigen Augenkontrollen, Fußuntersuchungen und Bestimmungen des Blutzuckerlangzeitwerts HbA1c auch ein jährliches ausführliches individuelles Gespräch mit den Patienten geführt wird.

Studie beweist Erfolg von „Therapie Aktiv“

Bei „Therapie Aktiv“ werden weiters noch gemeinsame Zielvereinbarungen getroffen, das Programm schließt zudem Bewegung mit ein. Die Teilnahmen ist freiwillig un kostenlos. „Das strukturierte Behandlungsprogramm, gepaart mit dem Know-how der Patienten, wie sie mit Diabetes und den Folgen richtig umgehen müssen, haben viele positive Auswirkungen“, sagt Emmerich Temper, Service-Center-Leiter der NÖGKK in Zwettl. „Durch die neue Vereinbarung mit der Ärztekammer ist es nun gelungen, das Programm in Niederösterreich auszuweiten.“ Die Erfolge von „Therapie Aktiv“ bewies im Vorjahr auch eine Studie der Medizinischen Universität Graz: Im Programm betreute Diabetiker waren im Durchschnitt 2,3 Tage weniger im Spital als Zuckerkranke, die nicht an „Therapie Aktiv“ teilnahmen.

Nach vier Jahren Programmteilnahme war auch ein Unterschied bei der Sterblichkeit festzustellen: Während in der Gruppe der „Therapie Aktiv“-Patienten 3,2 Prozent der Patienten verstarben, waren es in der Kontrollgruppe, die nicht am Programm teilnahm, 4,9 Prozent.