Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von Brigitte Lassmann-Moser

Bundespräsidentenwahl: Bezirk wurde blau. Hofer siegte in allen 24 Gemeinden, Khol besser als im Landes- und Bundesschnitt, Hundstorfer unter 8 %.

Jubel bei den Freiheitlichen: Bezirksobmann Alois Kainz (M.), sein Stellvertreter Günther Maier (r.) und Clemens Edinger.  |  NOEN, Joachim Brand

Der Wahlsieger heißt auch im Bezirk Zwettl Norbert Hofer. Der erste Wahlgang der Bundespräsidentenwahl wurde, wie fast in allen anderen Bezirken, zu einem Triumph für den FPÖ-Kandidaten.
Hofer erhielt in allen 24 Gemeinden des Bezirks die meisten Stimmen, sowohl in den üblicherweise von der ÖVP dominierten als auch in den beiden „roten“ Gemeinden. Prozentuell erreichte er überall weit über 30 %, in acht Kommunen sogar über 40 %, die meisten, nämlich 47,2 % in der einstigen „FPÖ-Hochburg“ Altmelon.

Platz zwei im Bezirk Zwettl holte sich Andreas Khol von der ÖVP, der insgesamt auf 24,3 Prozent kam – also weit über dem Landes- und Bundesschnitt. In der SPÖ-Gemeinde Bärnkopf schaffte er nicht einmal die 10 %-Hürde, dafür erreichte er in der zweiten roten Gemeinde im Bezirk, in Gutenbrunn, beachtliche 17,1 Prozent. Sein bestes Ergebnis fuhr er mit 32,6 % in Schweiggers ein.

Van der Bellen blieb unter zwölf Prozent

Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss landete mit 14,5 Prozent knapp hinter Andreas Khol am dritten Platz. Für sie gab es im gesamten Bezirk ein zweistelliges Ergebnis, mit 18 Prozent holte sie in Ottenschlag ihr bestes Ergebnis. Die wenigsten Stimmen erhielt sie mit knapp über 10 Prozent in Pölla.
Alexander van der Bellen kam im Bezirk Zwettl nur auf Platz vier und erhielt insgesamt 11,8 Prozent. Sein bestes Ergebnis erzielte er in der Bezirksstadt Zwettl mit 16,6 Prozent, in Pölla stimmten nur 6,6 Prozent für ihn.

SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer schaffte mit 7,9 Prozent im Bezirk Zwettl nicht einmal ein zweistelliges Ergebnis. Lediglich in den SPÖ-Gemeinden Bärnkopf (25,6 %) und Gutenbrunn (21,3 %) schnitt er halbwegs akzeptabel ab. Die wenigsten Wähler gaben ihm in Schweiggers und Arbesbach ihre Stimme. Dort erzielte er jeweils nur über 3 %.

Relativ gut schnitt im Bezirk Zwettl Richard Lugner ab, der mit 3,6 Prozent hier deutlich über dem Durchschnitt lag. In Kottes-Purk brachte er es sogar auf 6,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung (ohne Briefwähler) lag insgesamt bei 72,8 Prozent und damit über dem vor sechs Jahren erreichtem Wert und auch über jenem auf Landes- und Bundesebene.