Erstellt am 11. November 2015, 05:37

von Brigitte Lassmann-Moser

Der Winter kann kommen!. Vorbereitungen abgeschlossen / Die Vier Straßenmeistereien im Bezirk Zwettl sind für den bevorstehenden Winterdienst gerüstet – drei von ihnen mussten aufgrund von Straßenglätte bereits ausrücken.

Lehrling Marcel Hitz (l.) und Mitarbeiter Werner Zeilinger von der Straßenmeisterei Allentsteig bei den Vorbereitungsarbeiten für den Winterdienst.  |  NOEN, Foto: Straßenmeisterei Allentsteig

 | Obwohl es die derzeitige Wetterlage kaum vermuten lässt: Es gab in der Vorwoche bereits die erste Straßenglätte, drei der vier Straßenmeistereien im Bezirk mussten bereits zum Streuen ausrücken. Aber sie sind für die kommende Saison bestens gerüstet.

Die Schneestangen sind großteils gesetzt, derzeit werden die Schneewände errichtet. „Wir stehen Gewehr bei Fuß, sind perfekt vorbereitet“, erklärt Allentsteigs Straßenmeister Franz Edinger. Die Allentsteiger mussten am Mittwoch der Vorwoche gegen drei Uhr früh bereits mit zwei Salz-Lkw ausrücken.

„Wir haben rund 9.000 Tonnen Splitt und Sand eingelagert, das entspricht in etwa dem Jahresbedarf“, erklärt Edinger. Pro Saison werden zusätzlich 600 bis 900 Tonnen Streusalz im Bereich der Straßenmeisterei Allentsteig gebraucht – ein Drittel davon steht bereits zur Verfügung, der Rest wird laufend nachgefüllt, da Allentsteig nur über zwei Hochsilos, aber keine Salzhalle verfügt. „Bei Salzknappheit können wir uns aber bei anderen Straßenmeistereien eindecken“, so Edinger.

„Man muss damit rechnen, dass es an exponierten
Stellen jetzt schon Glatteis gibt!“
Christian Springschitz

Neu ist bei der Straßenmeisterei Allentsteig, dass der Anteil von Feuchtsalz gegenüber Sole wesentlich, nämlich auf 70 %, erhöht wurde. „Das ist effizienter, weil man weniger Salz verbraucht, und deshalb auch finanziell günstiger sowie umweltfreundlicher“, betont der Allentsteiger Straßenmeister. Seine Dienststelle betreut, wie auch die anderen drei, in etwa 250 Straßenkilometer und ist diesen Winter mit fünf eigenen und sechs Frächtern im Wintereinsatz. Die große Herausforderung der Allentsteiger ist, dass sie pro Jahr aufgrund des Truppenübungsplatzes, der umfahren werden muss, über 100.000 km zurücklegen.

In Rufbereitschaft ist auch schon die Straßenmeisterei Groß Gerungs, die ebenfalls bereits ausrücken musste. „Man muss immer wieder damit rechnen, dass es an exponierten Stellen jetzt schon Glatteis gibt“, warnt Straßenmeister Christian Springschitz. Die Gerungser haben etwa 850 Tonnen Salz und rund 10.000 Tonnen Splitt eingelagert, sie sind mit insgesamt zehn Fahrzeugen, davon fünf Frächter, im Wintereinsatz. Die große Herausforderung für sie ist die Seehöhe, so liegt das von ihnen zu betreuende Gebiet zwischen 500 und 1.000 m. „Dadurch haben wir eklatante Witterungsunterschiede“, so Springschitz.

Straßenmeisterei  Zwettl ist startklar 

Auch in der Straßenmeisterei Ottenschlag sind die Vorbereitungen für den Winter großteils abgeschlossen, 15.000 Schneestangen und 28 km Schneewände wurden hier gesetzt, etwa 350 t Salz, das laufend nachgefüllt wird, und zirka 2.000 t Salz sind eingelagert, „ungefähr 10.000 t brauchen wir pro Saison“, wie Straßenmeister Franz Blabensteiner erklärt. Auch er weist auf die derzeit sehr gefährliche Witterung hin. „Es kann auch bei Plusgraden gefrieren“, appelliert Blabensteiner an die Autofahrer. Kürzlich etwa hatte es in Bad Traunstein +8 Grad, während in Sallingberg -4 Grad gemessen wurden.

Startklar ist auch die Straßenmeisterei Zwettl, die zwar noch keinen Wintereinsatz hatte, aber schon Frühdienst eingeteilt hat. Die Salz- und Splitteinlagerung (ca. 2.000 bzw. 4.000 t) ist erledigt, die Geräte und Fahrzeuge sind überprüft und einsatzbereit, wie Straßenmeister Gilbert Schulmeister betont. „Es ist alles im grünen Bereich!“ Zwettl arbeitet im Winter mit sechs eigenen Fahrzeugen und vier Frächtern und ist rund um die Uhr erreichbar. Größere Veränderungen stehen den Zwettlern in Sachen Winterdienst voraussichtlich im Winter 2017/18 mit der Eröffnung der Umfahrung ins Haus.