Zwettl

Erstellt am 20. Oktober 2016, 05:20

von Jutta Hahslinger

Nicht gut gereinigt: Hiebe mit Putzfetzen. „Wehr di net, sonst wirds no schlimmer“, schrie erboster Sauberkeitsfanatiker und schlug mit Besen und Fetzen auf Gefährtin ein.

Symbolbild  |  Bilderbox.com

Penibel achtet ein Pensionist aus dem Bezirk Zwettl auf Sauberkeit in seinen vier Wänden. Blitzt es nicht so, wie sich der Waldviertler das vorstellt, bekommt die zur Haus- und Reinigungsarbeit verdonnerte Lebensgefährtin den Unmut des 65-Jährigen zu spüren.

Ohrfeigen und mit Besen Schläge auf Rücken

Im Mai dieses Jahres rastete der Pensionist aus und wurde handgreiflich: Nach einigen Ohrfeigen, schnappte er sich einen Besen und schlug damit auf den Rücken seiner Gefährtin ein. Damit nicht genug, verdrosch er die 37-Jährige dann noch mit einem Abwaschlappen.

Als die Misshandelte Abwehrhandlungen setzte, drohte der Aufgebrachte: „Wehr di net, sonst wird’s no schlimmer!“ Fluchtversuche der Gepeinigten (erlitt Prellungen am ganzen Körper) kommentierte der Waldviertler mit: „Bevor das Haus nicht so sauber ist wie zuvor, kommst du nicht hinaus!“

„Ich bin durchgedreht, es tut mir leid“

„Sie sind jetzt in einem gesetzten Alter und weisen einen ordentlichen Lebenswandel auf. Sie haben sich noch nie etwas zuschulden kommen lassen. Wie kommt es, dass Sie plötzlich gewalttätig werden und Straftaten begehen?“, will Richter Gerhard Wittmann von dem Pensionisten wissen. „Ich bin durchgedreht, es tut mir leid“, gesteht der Waldviertler sichtlich beschämt ein.

Für den bislang unbescholtenen und geständigen Pensionisten setzt es drei Monate auf Bewährung.