Erstellt am 26. April 2017, 05:22

von Brigitte Lassmann-Moser

Grünes Licht: Zurück an den Start. Für den geplanten Windpark in der Wild gibt es jetzt einen Neuanfang, nachdem es das Veto des Heeres nicht mehr gibt.

 |  NOEN, Alexander Zechmeister

Zurück an den Start heißt es für den geplanten Windpark in der Wild, nachdem dem Projekt jetzt nichts mehr im Wege steht.

Nachdem aufgrund des Vetos des Bundesheeres – die geplanten Windkraftanlagen würden dessen Flugverkehr behindern – das Projekt auf Eis gelegt worden war, gibt es nun die Wende: Der jetzige Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil hat den Einspruch seines Vorgängers revidiert und in einem Schreiben mitgeteilt, dass der Windpark seitens des Heeres toleriert wird, d.h. es gibt „grünes Licht“ für das Projekt.

„Alles fängt von vorne an!“ Bürgermeister Franz Gressl

Aber: Es wird einen Neustart geben. Die Gemeinde Göpfritz wird in der Gemeinderatssitzung diese Woche einen neuen sogenannten Gestattungsvertrag mit der W.E.B. Windenergie als Betreiber der Anlagen abschließen, nachdem der bisherige Vertrag gekündigt worden war, weil die Zukunft des Windparks ungewiss war.

Zurück an den Start geht es deshalb, da in der Wild nun statt der ursprünglich vierzehn Windräder auf zehn reduziert wurde: Eines davon soll auf Göpfritzer Gemeindegrund stehen, zwei in Ludweis-Aigen, sieben in Brunn an der Wild. Außerdem gibt es für diese, wie Bürgermeister Franz Gressl im Gespräch mit der NÖN erklärt, völlig neue Standorte. Das bedeutet neue Verhandlungen mit den Grundeigentümern, eine Neuauflage der Widmung, neue Zufahrtswege, die weniger Waldfläche beanspruchen werden etc. „Alles fängt von vorne an“, so Bürgermeister Gressl.

Beschlossene Sache bleibt in Göpfritz allerdings die Bürgerbefragung zum Windpark. „Das haben wir versprochen, und das werden wir auch halten“, so der Gemeinde-Chef. Bevor also gebaut wird, werden die Bürger um ihre Meinung gefragt.