Erstellt am 17. Februar 2016, 05:24

von Brigitte Lassmann-Moser

„Mitnaschen“ an der Landesausstellung 2017. Die Landesschau 2017 findet zwar nicht im Bezirk Zwettl statt, dennoch will die Region im Süden des Bezirks davon kräftig profitieren.

Schloss Pöggstall  |  NOEN, Foto: Markus Haslinger
Von der Landesausstellung 2017, die im Schloss Pöggstall stattfindet und sich unter dem Titel „Über die Spielregeln unserer Gesellschaft“ dem Thema Recht und Gerichtsbarkeit widmen wird, will auch der Süden unseres Bezirks profitieren. Die Vorbereitungen laufen jedenfalls – diesseits und jenseits der Bezirksgrenze – auf Hochtouren.

Die Kleinregion ASTEG, die sich intensiv um die Landesausstellung 2017 bemüht hatte, musste sich bekanntlich der Gemeinde Pöggstall geschlagen geben. Die Werbewirkung und Nachhaltigkeit, die von der Landesschau ausgeht, soll damit aber für den Bezirk keineswegs verloren sein.

So sind unter den 24 zur ARGE Landesausstellung ´17 gehörenden Gemeinden acht aus dem Bezirk Zwettl: Bad Traunstein, Bärnkopf, Gutenbrunn, Kirchschlag, Martinsberg, Ottenschlag, Sallingberg und Schönbach. Dazu kommen Infostellen, Vereine, Zimmervermieter, Gastronomiebetriebe und Ausflugsziele in der Region, wie etwa die Whiskyerlebniswelt in Roggenreith, das Holzhackermuseum in Bärnkopf oder das Mohndorf Armschlag.

„Die Landesausstellung 2017 im Schloss Pöggstall
bietet eine große Chance für die gesamte Region.“
Tourismus-Chef Andras Schwarzinger

Auch Regionspartner, die als sogenannte Waldviertel Stationen mit besonderen Schwerpunkten aufwarten, sind aus dem Bezirk Zwettl mit dabei. Dazu gehört auch die Gemeinde Bad Traunstein, die vor allem ihren Kräutergarten, der seit heuer übrigens zu den NÖ Schaugärten gehört, in den Mittelpunkt rücken wird. Aber auch mit dem Bildhauerzentrum, wo man sich ein spezielles Angebot für Kinder überlegt, und einem Baumknospenweg will man punkten. In Ausarbeitung ist auch eine laufende Traunfellner-Ausstellung bzw. ein Freiluft-Wohnzimmer am Wachtstein.

„Wir wollen nichts Neues schaffen, sondern etwas Bestehendes nutzen“, so Bad Traunsteins Bürgermeisterin, die Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, im Gespräch mit der NÖN. „Es wird eine große Karte geben, auf der, ausgehend vom Hauptpunkt Pöggstall, die Regionspartner aufscheinen. Die Leute können so vormittags die Landesausstellung besuchen und sich nachmittags etwas in unserer Region anschauen“, so Fichtinger. Immerhin sei man etwa in 20 Minuten von Bad Traunstein in Pöggstall, das damit fast näher liegt als Zwettl.

Betriebe fit für 2017 machen

„Wir freuen uns, dabei zu sein und mitnaschen zu können“, so Fichtinger. „Und wir haben auch viel zu bieten in der Region. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir sehr wohl von der Landesausstellung profitieren können. Ich erwarte mir einen positiven wirtschaftlichen Wind für unsere Region, aber engagieren muss sich jede Gemeinde, jeder Betrieb selber!“, meint die Abgeordnete.

Das sieht auch Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer der Tourismus-Destination Waldviertel, so: „Die Niederösterreichische Landesausstellung 2017 im Schloss Pöggstall bietet eine große Chance für die gesamte Region. Ein Drittel, nämlich acht der insgesamt 24 Gemeinden in der Landesausausstellungsregion, befindet sich im Bezirk Zwettl“, betont Schwarzinger.



„Zahlreiche Initiativen werden aktuell und noch bis zum offiziellen Start der Landesausstellung im Frühjahr 2017 umgesetzt“, erklärt der Tourismus-Chef. Beispielsweise bereiten sich gerade 86 touristische Betriebe der Region im Zuge des Regionspartnerprogramms auf die Landesausstellung und die Zeit darüber hin aus vor.

„Ziel ist es, die Regionspartnerbetriebe fit für das 2017 und die Zeit danach zu machen. Die beiden bekanntesten und beliebtesten Rundwanderwege der Region Südliches Waldviertel, der Kremstalweg sowie der Ysper-Weitentalweg, werden bis zur Landeausstellung noch deutlich attraktiviert – u.a. werden die besten Aussichtspunkte der 24 Landesausstellungsgemeinden in die Streckenführung integriert“, so Andreas Schwarzinger.

Natürlich wird, wie Schwarzinger verspricht, die gesamte Landesausstellungsregion und deren Betriebe in vielen Kommunikationsmaßnahmen prominent beworben – „die dadurch erreichte Steigerung der Bekanntheit ist enorm“.

Ziel sei es, dem Gast während des Besuchs der Landesausstellung die Region so schmackhaft zu machen, dass er zum Wiederbesuch motiviert wird. „Die Gesamte Region und deren Betriebe sollten nachhaltig davon profitieren!“