Erstellt am 07. Januar 2016, 05:03

Saisonarbeitslosigkeit schlägt nun voll zu. 774 Arbeitslose mehr als im November, größter Zustrom aus Bau- und Baunebengewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft.

 |  NOEN, APA (Pfarrhofer)

Erwartungsgemäß ist die saisonale Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl im Dezember kräftig gestiegen. Insgesamt waren Ende Dezember 1.784 Personen (542 Frauen, 1.242 Männer) beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl vorgemerkt. Damit zeigt die Arbeitslosenstatistik seit dem letzten Monat ein Plus von 774 Betroffenen (oder plus 76,6%). Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres sind in Summe um 38 Jobsuchende (oder plus 2,2,%) mehr vorgemerkt.

Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit ist sowohl bei den Frauen (plus 14 oder 2,7%) als auch bei den Männern (plus 24 oder 2%) feststellbar. Darüber hinaus nutzen derzeit 157 Personen (90 Frauen, 67 Männer) diverse AMS-Schulungsangebote zur Erweiterung ihrer Fach- bzw. Sozialkompetenz und steigern so ihre Jobchancen.

„Die relativ milde Witterung und die Auftragssituation ermöglichten es vielen Baubetrieben und bauabhängigen Wirtschaftszweigen einen Teil der Stammkräfte bis vor Weihnachten zu beschäftigen. Teilweise wird in der Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigstag Urlaub abgebaut. Einige Arbeitskräfte werden daher erst im Jänner saisonarbeitslos“, berichtet Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer.

Einstellzusage für mehr als die Hälfte

Im Dezember sind im Bezirk Zwettl 904 Personen in die Arbeitslosigkeit zugegangen. Dem gegenüber stehen 157 Menschen, die aus dem AMS-Vormerkregister wiederum ausgeschieden sind. Davon konnten 67 Kunden mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, elf sind in eine Schulung eingetreten und beim Rest (79) wurde die Vormerkung zur Jobsuche aus anderen Gründen (zB. Krankheit, Meldeversäumnis, Wochengeld, Auslandsaufenthalt etc.) beendet.

Den größten Zustrom ins Arbeitslosenregister – nämlich rund zwei Drittel – gab es aus der Bauwirtschaft bzw. dem Baunebengewerbe und aus der Land- und Forstwirtschaft. Mehr als 900 Betroffene erhielten vom Dienstgeber Einstellzusagen bzw. Einstellversprechen. Die Arbeitslosenepisode wird demnach in den meisten Fällen von kurzer Dauer sein.

„Jenen Kunden, deren Wiedereinstellung nicht so sicher ist oder die keinen Job in naher Zukunft in Aussicht haben, gilt es rasch passende Jobangebote zu machen, um die baldige Arbeitsaufnahme zu unterstützen und somit den finanziellen Verlust so weit wie möglich in Grenzen zu halten“, erklärt Steinbauer die AMS-Zielsetzung.