Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

Über 2.000 ohne Job. Verhinderung von Dauerarbeitslosigkeit und Kontaktaufnahme mit Betrieben sind die Schwerpunkte 2016.

 |  NOEN, APA (Pfarrhofer)

Im Bezirk Zwettl ist die Arbeitslosigkeit im Jänner gegenüber Dezember um weitere 241 Personen von 1.784 auf insgesamt 2.005 Arbeitslose, davon 555 Frauen und 1.450 Männer, angestiegen. Das sind insgesamt um 18 (oder plus 0,9 %) Betroffene mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

„Knapp 1.200 unserer Kunden verfügen über eine Einstellzusage. Je nach Witterung und Auftragslage können sie in einigen Wochen bei ihrem Stammbetrieb wieder zu arbeiten beginnen“, berichtet Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer.

Zusätzlich nutzen 205 Schulungsteilnehmer (davon 127 Frauen und 84 Männer) – sie werden statistisch nicht als arbeitslos gezählt - diverse Qualifizierungsangebote des AMS, um mit neuem Wissen ihre Jobchancen zu verbessern.

Um ,Dauerarbeitslosigkeit‘ zu vermeiden, bieten wir
Unternehmen  Beschäftigungsanreize in Form von
Lohnkostensubvention oder eine kostengünstige
gemeinnützige Arbeitsüberlassung.
AMS-Chef Kurt Steinbauer

Im Jänner sind beim AMS Zwettl in Summe 678 Personen in die Arbeitslosigkeit zugegangen und bei 497 Kunden wurde die Vormerkung wiederum beendet. Davon konnten 296 Personen eine Beschäftigung aufnehmen, 59 sind in eine Schulung eingetreten und 142 Personen sind aus sonstigen Gründen (z.B. Krankheit, Meldeversäumnis, Wochenhilfe, Auslandsaufenthalt etc.) aus dem Vormerk-register ausgeschieden.

x  |  NOEN, AMS

Die dauerhafte Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern bleibt weiterhin eine zentrale, strategische Zielsetzung des AMS. Mit der Beschäftigungsinitiative 2016 setzt das AMS daher auf die Förderung von Arbeitsplätzen für über 50-Jährige, die bereits mehr als ein halbes Jahr auf Jobsuche sind, für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, aber auch für Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause und für langzeitbeschäftigungslose unter 45-Jährige.

„Um ,Dauerarbeitslosigkeit‘ zu vermeiden, bieten wir Unternehmen Beschäftigungsanreize in Form von Lohnkostensubvention oder eine kostengünstige gemeinnützige Arbeitsüberlassung. Dazu werden wir auch wieder aktiv auf die Betriebe zugehen und die Zusammenarbeit intensiv pflegen“, erklärt Steinbauer.