Gutenbrunn

Erstellt am 24. April 2017, 11:10

von NÖN Redaktion

Buch über Mildner. Ilse Krumpöck, die sich mit historischen Büchern Namen machte, widmete ihr jüngste Werk dem Gutenbrunner Glasveredler.

Der Obmann des „Historischen Vereins“ Erwin van Dijk, Autorin Ilse Krumpöck und Bürgermeisterin Adelheid Ebner nach der Lesung.  |  NOEN

Die Waldviertler Autorin Ilse Krumpöck las am 20. April im Truckerhaus aus ihrem neuesten Buch „Der Glasveredler Johann Joseph Mildner“.

Mildner war 1765 in Kaltenbach (heutiges Tschechien) geboren worden und zog 1779 mit seiner Familie nach Gutenbrunn, wo er die Technik zur Herstellung von Zwischengoldgläsern perfektionierte. Der Name des berühmten Glaskünstlers Johann Joseph Mildner – er wirkte im Hause Gutenbrunn Nr. 5 – ist untrennbar mit dem Namen seines kunstverständlichen Dienstherrn Joseph Edler von Fürnberg verbunden.

Veredeltes Glas galt um diese Zeit als purer Luxus, und Mildners Freundschaftsbecher mit den kostbaren Wappen- und Porträtgläsern, den Ansichten herrschaftlicher Schlösser und Betriebe auf Karaffen und mehrteiligen Glasservicen, waren willkommene Präsente und es standen dem k.k. Oberst Fürnberg Tür und Tor zu den Häusern mächtiger Adelsfamilien offen, sodass Gutenbrunn sogar bei Hofe bekannt wurde und als Kurort für Kaiser Franz II./I. mehrere Jahre hindurch Bedeutung erlangen sollte.

Die Autorin signierte anschließend an die Lesung für die zahlreichen Besucher ihr interessantes Buch, das neugierig macht. Bürgermeisterin Adelheid Ebner bedankte sich bei Ilse Krumpöck für dieses Werk, im dem sie einen Teil der sehr geschichtsträchtigen Vergangenheit des Ortes Gutenbrunn dokumentiert hat.