Erstellt am 06. April 2016, 13:23

von NÖN Redaktion

Bürgermeister bangen um NEF-Stützpunkt in Groß Gerungs. Im Zuge der geplanten Neuordnung der Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) dürften auch die Stützpunkte im westlichen Waldviertel reduziert werden. Droht dem Stützpunkt des ASBÖ in Groß Gerungs (Bezirk Zwettl) ebenfalls das Aus?

 |  NOEN, ASBÖ Groß Gerungs
Laut Ausschreibung des Landes NÖ ist eine Neuordnung der Notarztversorgung in der westlichen Region des Waldviertels geplant.  Die Bürgermeister der Gemeinden Altmelon, Arbesbach, Bad Großpertholz, Bärnkopf, Groß Gerungs, Großschönau, Langschlag, Rappottenstein und Schönbach befürchten, dass im Zuge dessen auch der Stützpunkt des ASBÖ in Groß Gerungs "eingespart" werden könnte. Das wollen die Ortschefs nicht widerstandslos hinnehmen...

"Lebensnerv des ländlichen Raums wird getroffen"

Man sei - stellvertretend für die gesamte Bevölkerung in der westlichen Region des Waldviertels - über die zu befürchtende Auswirkung der geplanten Neuordnung der Notarzteinsatzfahrzeuge sehr besorgt, heißt es in einer Aussendung: "Gerade unsere Region ist seit Jahren von Auswirkungen der Privatisierungen wichtiger Infrastruktureinrichtungen wie etwa Post, Telekom oder EVN sowie verschiedener Zentralisierungsmaßnahmen schwer betroffen. Durch die nun gesetzten Maßnahmen des Landes im Bereich der gesundheitlichen Notversorgung ist zu befürchten, dass sozusagen der Lebensnerv des ländlichen Raums getroffen wird."

Gemeinsame Petition verfasst

Eine Verschlechterung der gesundheitlichen Notversorgung würde eine katastrophale Auswirkung auf jegliche Entwicklung in der Region haben, sind die Bürgermeister überzeugt. Sie haben daher beschlossen, die Bevölkerung der betroffenen Gemeinden über diese Situation zu informieren und eine Petition an die Verantwortungsträger des Landes zu verfassen.

Die gemeinsame Unterzeichnung dieser Petition findet am Freitag, 15. April, um 11 Uhr im Stadtamt Groß Gerungs statt. Dazu ist die gesamte Bevölkerung eingeladen.