Erstellt am 20. April 2016, 06:04

von René Denk

Das „Kreidezeitalter“ ist längst vorbei…. Private Neue Mittelschule Zwettl wurde eLSA-rezertifiziert und als „Microsoft Showcase School“ ausgezeichnet.

Mit einem Festakt feierte die Private Neue Mittelschule Zwettl gleich zwei Auszeichnungen: Die Rezertifizierung als »eLSA«-Schule und die Anerkennung als eine von weltweit 400 »Microsoft Showcase Schools«. Dazu gratulierten Landesschulratspräsident Johann Heuras und Bundesministerin Sophie Karmasin Schulleiter Gerhard Uitz und Martin Stadler. Mehr dazu auf den Seiten 10 und 11  |  NOEN, RENE DENK
Einen großen und bedeutenden Tag feierte die Private Neue Mittelschule Zwettl am 13. April. Denn: Sie konnte sich als „eLSA“-Schule (e-Learning im Schul-Alltag) rezertifizieren und wurde als „Microsoft Showcase School“ ausgezeichnet.

Der Tag stellte sich unter das Motto „Es tut so gut“. Für Landesschulratspräsident Johann Heuras tat es so gut, neben der derzeit „kaputt machenden, zerredeten und wenig wertschätzenden“ Haltung gegenüber dem Schulsystem, mit so einem positivem Beispiel aufzuzeigen. Die Schule der Franziskanerinnen ist die einzige Mittelschule Österreichs, die die Auszeichnung „Microsoft Showcase School“ inne hat, weltweit ist sie eine von nur 400 Schulen.

Schule aus der Schweiz angereist

Um die Umsetzung zu sehen, reiste auch eine Schule aus Bern (Schweiz) an. „Wenn die Digitalisierung auch im Einzelfall zur Vereinsamung führen kann, möchte ich hier besonders zum zweiten Schwerpunkt der Schule gratulieren: Denn diese Schule legt großes Augenmerk darauf, den Umgang miteinander zu pflegen“, so Heuras. Dann überreichte er eine Dank- und Anerkennungsurkunde des Landesschulrates an Organisator Martin Stadler, der durch den Festakt in der Turnhalle führte.

Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin ist überzeugt, dass die Digitalisierung im Schulsystem wichtig und notwendig ist: „Es kann ja nicht sein, dass die Digitalisierung immer mehr die Arbeitswelt durchdringt und wir im Schulsystem in der Kreidezeit bleiben!“ Sie betonte, dass die Digitalisierung kein Gegensatz zum klassischen Buch sei und bei der sozialen Interaktion keinen Nachteil darstelle, sondern sogar eine Verstärkung des Austausches dadurch stattfinde. Karmasin dankte der Schule für ihre Qualität und ihre Vorreiterrolle, deshalb sei ja auch Microsoft hier.

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Schule achtet auf Grundbedürfnisse

Es tat auch dem „eLSA“-Bundeskoordinator Walter Hermann so gut, die Leistungen der Schule in diesem Bereich zu sehen – er zeichnete die Schule wieder mit dem Zertifikat aus.

Schulleiter Gerhard Uitz nahm das Zertifikat entgegen und richtete einen Appell an Bildungsmanager Alfred Grünstäudl: „Ich hoffe, dass dich dieser Tag überzeugt hat und dass du sicher sein kannst, dass die Ressourcen hier gut angelegt sind. Vielleicht hilft dieser Tag auch, dass du meinen Wünschen für 2017 nun offener gegenüber stehst.“ „Du hast mir jetzt einen ordentlichen Rucksack umgehängt“, entgegnete Grünstäudl und betonte, dass hier die Schüler auf ihre Schule stolz sind: „Mein Kind geht auch hier in die Schule und hat letztens zu mir gesagt: Papa, ich glaube, ich habe die richtige Schule ausgesucht!“

Die Private Mittelschule sei sehr stark zukunftsorientiert und achte aber gleichzeitig auf menschliche Grundbedürfnisse: Den Zusammenhalt sowie sich sicher und wohl zu fühlen.

Viele "Microsofties" in Zwettl

Yuri Goldfuss von Microsoft Österreich betonte, dass noch nie so viele „Microsofties“ in Zwettl gewesen seien (rund zehn) und bedankte sich für das Engagement und die Umsetzungsenergie: Er habe noch nie soviel von einem Lehrerteam beim ersten Termin zurückbekommen.

Dass die Veranstaltung sehr bedeutend war, zeigte auch die Anwesenheit von Sarah Armstrong, Director of Education von Microsoft Western Europe mit Sitz in Großbritanien. Sie hielt einen Vortrag in Englisch über Ausbildung und betonte dabei, dass es wichtig sei, Kreativität in der Schule zuzulassen. Die Kreativität, die sie meine, äußere sich dabei nicht im Spielen eines Musikinstruments oder im Malen. Sondern: Auf eine Frage nicht eine, sondern zehn und mehr Antwortmöglichkeiten zu haben, die im Kopf herumgeistern.

 

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