Erstellt am 29. Februar 2016, 11:36

von Maria Moll

Der Weg ist das Ziel. Teilnehmer am diesjährigen Musikwettbewerb stellten sich in Zwettl bei einem "Testkonzert" einem Publikum.

Musikschüler und ihre Lehrer stellten sich in einem „Testkonzert“ dem Publikum: das Trompetentrio „Femate“ – Marie Scheidl, Teresa Amon und Felix Goldnagl; das Querflötentrio „Vipili“ – Lisa Höfinger, Viktoria Reichert und Pia Huber; Pia Wanek, Kontrabass; Ingo Wanek, Violoncello; Lisa Zwölfer und Annika Penz, Gesang (v.l.), die Lehrer Edwin Kainz, Klavier; Alexander Kastner, Trompete, Leiter der Musikschule; Krassimira Kerezova, Querflöte; Gottfried Plank, Kontrabass und Violoncello; Ambros Pabisch, Trompete; und Gottfried Rainel, Stimmbildung.  |  NOEN, Maria Moll

Wenn Mitte März etwa 1.000 Kinder und Jugendliche aus ganz Niederösterreich im Festspielhaus St. Pölten im Landesbewerb „prima la musica“ zum musikalischen Wettstreit antreten, dann sind auch tüchtige Schüler aus unserer Region mit dabei.

Am Abend des 26. Februar lud die Regionalmusikschule Waldviertel-Mitte in Zusammenarbeit mit der Schwesterorganisation Groß Gerungs zum „Testkonzert“ in die Aula der Sportmittelschule ein. In diesem kleinen, aber wichtigen Konzert bot sich den Wettbewerbsteilnehmern die Gelegenheit, vor Publikum aufzutreten.

Zur Eröffnung spielte das Trompetentrio „Femate“, so genannt, weil die drei Kinder Felix, Marie und Teresa heißen. Dann trat die zierliche Pia Wanek mit sichtlicher Freude am Spiel auf dem voluminösen Kontrabass auf. Sie wird in St. Pölten unter sechs teilnehmenden Kontrabassisten das einzige Mädchen sein.

Beeindruckende Darbietungen

Auch das Querflötentrio „Vipili“ hatte seinen Namen aus den Anfangsbuchstaben seiner Vornamen „gebastelt“ – Viktoria, Pia und Lisa. Anmutig und zart wirkte die folgende Gesangssolistin Marie Scheidl, die schon auf der Trompete gespielt hatte. Beachtlich die Leistung der Zehnjährigen, in Deutsch, Italienisch und Englisch zu singen. Ingo Wanek, überzeugend in seinem Spiel auf dem Violoncello, wurde genauso wie seine Schwester von Edwin Kainz am Klavier begleitet. Der elfjährige Ingo aus Weitra nimmt seit sechs Jahren wöchentlich zwei Stunden Musikunterricht.

Die beiden zuletzt auftretenden Gesangssolistinnen hatten bedeutend höhere Anforderungen zu erfüllen, ist doch die Dauer des Auftritts an die Altersstufe und das Können der Musizierenden angepasst. Während ganz junge Wettbewerbsteilnehmer rund eine Viertelstunde spielen, müssen erprobte Musiker der Kategorie IVPLUS einen vierzigminütigen Programmvorschlag einreichen. Die Hälfte wird im Landesbewerb dargeboten. Bei einem Sieg ist der Rest im Bundesbewerb aufzuführen.

Das galt für Lisa Zwölfer und Annika Penz, am Klavier begleitet von ihrem Gesangslehrer. Die sechzehnjährige Lisa aus Schweiggers, die seit sechs Jahren Gesangsunterricht nimmt, gefiel mit ihrer voll und warm klingenden Stimme. Die achtzehnjährige Annika Penz aus Arbesbach, die bereits seit zehn Jahren ihre Stimme schulen lässt, wirkte sehr sicher, und das auch in hohen Lagen.

Alexander Kastner, Leiter der Regionalmusikschule Waldviertel-Mitte, wünschte den Kandidaten „Toi, toi, toi!“ für den Wettbewerb, aber: „Es ist gar nicht so wichtig, was dabei herauskommt. Der Weg dorthin, das Hinarbeiten auf das Ziel, ist wichtig, und man nimmt daraus so viel mit.“