Erstellt am 13. April 2016, 16:45

von René Denk

Dorf ist verunsichert. Gleich vier Mal schlugen unbekannte Täter in einer Nacht in der kleinen Ortschaft Bösenneunzen zu.

 |  NOEN, René Denk

Ein Serieneinbruch erschütterte von 7. auf 8. April die kleine Zwettler Katastralgemeinde Bösenneunzen. 

Insgesamt wurde in vier landwirtschaftliche Anwesen eingebrochen und Eigentum entwendet.

Manfred Schuh ist einer der Geschädigten. „Ich bin um 23.45 Uhr heimgekommen. Da bemerkte ich noch nichts. In der Früh um 7.15 Uhr rief dann der Nachbar an und sagte, dass bei ihm eingebrochen worden sei“, erzählt Schuh, bei dem die Einbrecher einen neuwertigen, rund 4.000 Euro teuren Hochgrasmotormäher stahlen.

Die unbekannten Täter verschafften sich von hinten Zugang, indem sie den Torflügel eines Holztores auf zwängten. Dort sieht man auch einen Fußabdruck eines Täters. Sie brachen auch den Torflügel zum Innenhof auf, dort stahlen die Einbrecher jedoch nichts. Die Verbrecher stellten weiters ein großes Batterie- und Starthilfegerät zum Abtransport bereit, ließen es jedoch beim Außentor in der Scheune stehen. Das bestätigt auch die Polizei.

Wildkamera ebenfalls entwendet

Doch Schuh wurde noch um ein weiteres Gerät erleichtert, das die Täter möglicherweise identifiziert hätte: Von einer Holzschar im Garten nahmen die Einbrecher eine gut getarnte Wildkamera mit, die den Bereich um das Scheunentor filmte. Das 300 Euro teure Gerät montierte Schuh, weil ihm in letzter Zeit einige Hühner abhanden gekommen sind und er einen Fuchs verdächtigte.

Schuh, sein Schaden ist von der Versicherung nicht gedeckt, versteht nicht, wie die Einbrecher überhaupt die Kamera entdecken konnten. Die Einbrecher sind zudem sehr strategisches vorgegangen und ließen viele andere Werkzeuge liegen. Bei einem Nachbarn wurden drei oder vier Motorsägen und eine Motorsense entwendet.

Verdächtiger VW-Caddy: Häuser ausspioniert?

Vor zwei Wochen erzählte seine Gattin, dass ein fremder weißer Kleintransporter, vermutlich ein VW-Caddy, auf einem Hintausweg gesichtet wurde. Das ist deshalb so seltsam, weil der Ort in einer „Sackgasse“ liegt. „Sie hat sich noch gewundert, was der Fahrer des Fahrzeuges hier wollte. Wir vermuten, dass bei dieser Fahrt die Häuser bereits ausgespäht wurden.“

Die Polizei wurde, nachdem die Einbrüche bemerkt wurden, sofort alarmiert und ermittelt. Das ganze Dorf sei nun in Aufruhr, sagt Schuh: „In Zukunft werden wird aufmerksamer auf fremde Fahrzeuge achten und diese auch melden!“