Erstellt am 11. September 2015, 06:07

von René Denk

Wirtschaftlich mit sauberer Energie. Echsenbach will künftig den nötigen Strom für die Wasserversorungs- und Kläranlage aus der Sonne gewinnen.

Zwei Photovoltaikanlagen sollen in Echsenbach bereits Ende Oktober in Betrieb gehen. Bürgermeister Josef Baireder (2. v. l.), Vizebürgermeister Wolgang Sinhuber und Umweltgemeinderat Bernhard Unterweger (l.) zeigen auf das Dach der Kläranlage, wo eine der beiden Anlagen installiert werden soll.  |  NOEN, René Denk

Zwei Photovoltaikanlagen werden derzeit in der Marktgemeinde Echsenbach im Rahmen einer Förderaktion der Klima- und Energiemodellregion geplant. Vizebürgermeister Wolfgang Sinhuber erklärt: „Wir haben zu einer Photovoltaikanlage beim Tiefbehälter der Wasserversorgungsanlage eine Studie zum besten Wirkungsgrad erstellt. Wir werden dort auf dem Boden eine Sieben-Kilowatt-Peak-Tracker-Anlage errichten.“ Die rund 34 Quadratmeter Platten werden auf einem drehbaren Standfuß auf dem Boden angebracht. Die Platten sollen sich mit der Sonne mitdrehen.

Beim Tiefbehälter muss zum einen die Pumpe versorgt werden, um das Wasser in den Hochbehälter zu pumpen, zum anderen speist man das Wasserleitungsnetz. „Das können wir zeitlich steuern und am Tag mehr pumpen. Sie wird rund 9.000 Kilowattstunden im Jahr produzieren“, freut sich Sinhuber, Wirtschaftlichkeit mit sauberer Energie vereinen zu können.

Die zweite PV-Anlage soll am Dach der Kläranlage entstehen. Sie soll ebenfalls die Dimension von sieben Kilowatt peak haben. Nachdem dort einige Bäume Schatten werfen, platziert man die Panele so effizient wie möglich in der oberen Dachhälfte. Die Photovoltaikplatten fassen insgesamt 45 m². Die Anlage soll trotz Verschattung mindestens 6.500 Kilowattstunden pro Jahr an Strom erzeugen. Durch den hohen Stromverbrauch, den die Kläranlage hat, rechnen sich Sinhuber und Bürgermeister Josef Baireder auch hier eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung aus.

Gesamtkosten von rund 50.000 Euro

Die Förderansuchen für beide PV-Anlagen wurden bereits in der Gemeindertatssitzung vom Dezember beschlossen. Sinhuber und Baireder rechnen mit Gesamtkosten für die Gemeinde von rund 50.000 Euro, die sich in zwölf bis dreizehn Jahren bei gleichbleibenden Stromkosten amortisiert haben sollen.

„Wir planen, die Anlagen bereits Ende Oktober in Betrieb zu nehmen“, freuen sich Sinhuber, Baireder und Umweltgemeinderat Bernhard Unterweger.