Erstellt am 28. April 2016, 06:04

Es wurde gegenseitig viel gelernt. Vertreter aus Uganda trafen mit Bäuerinnen zusammen.

Uganda traf Zwettl: Andrea Rameder, Martina Mistelbauer, Martina Glasner, Petra Sandler, Josephine Lubyayi, Renate Koppensteiner, Michaela Spritzendorfer-Ehrenhauser, Andrew Ogwal, Anita Fürlinger, Frieda Böhm, Elisabeth Hammerl, Elisabeth Steininger und Erna Stiermaier (v. l.).  |  NOEN, privat

Eine Begegnung der besonderen Art fand am 22. April in der Fachschule Zwettl am Edelhof statt: Bäuerinnen aus dem Bezirk Zwettl trafen auf eine Biobäuerin und einen Sozialarbeiter aus Uganda. Die Organisation „Welthaus“ der Diözese St. Pölten betreut Projekte in den südlichen Ländern der Erde und unterstützt sie unter anderem mit Geldern aus der Dreikönigsaktion. Dabei werden jährlich Vertreter aus einem ausgewählten Land nach Österreich eingeladen.

Heuer waren das die Biobäuerin Josephine Lubyayi, die auf ihrem Hof Biogas erzeugt, um Brennholz zu sparen und hochwertigen Dünger zu erzeugen. Außerdem produziert sie Milch für eine Molkerei der Caritas vor Ort. Ihre Farm gilt als Vorzeigebetrieb, und alle ihre sechs Kinder konnten studieren, was am Land sehr schwer möglich ist.

Mehrere Stationen im Bezirk Zwettl

Andrew Ogwal, ein junger Sozialarbeiter, versucht mit Jugendlichen, in der Stadt das Müllproblem zu bewältigen, indem er mit ihnen aus Maiskolbenabfällen Briketts erzeugt. Es werden Aluminiumreste gesammelt und zu Kochtöpfen gegossen. Biomüll wird gesammelt, zu Kompost verarbeitet und versucht, in jeder freien Ecke Gemüse anzupflanzen.

Bei ihrer Reise durch Österreich machten sie mehrere Stationen im Bezirk Zwettl, um das Leben und Arbeiten auf dem Land sowie unser System der Mülltrennung und Müllvermeidung kennenzulernen. Bei einem mehrstündigen Workshop konnten die Zwettler Bäuerinnen viele Informationen aus Uganda mit nach Hause nehmen. Ebenso zeigten sich Josephine und Andrew begeistert von den vielen Eindrücken und Anregungen, die sie vom Edelhof und von den Gesprächen mit den Bäuerinnen mit in ihr Heimatland nehmen können.