Erstellt am 12. Mai 2016, 18:57

von NÖN Redaktion

Eröffnung des Hotels Schwarz Alm. LH Pröll: „Guten Ruf der Qualität im Tourismus stärken“

Eröffnung des Hotel Schwarz Alm Zwettl: Hoteldirektor Markus Hann, Alexander Ipp, Geschäftsführer der IPP Hotels, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Pavlina Schwarz und Immobilieneigentümer Mag. Karl Schwarz. (v.l.n.r.)  |  NOEN, NLK Filzwieser
Schon vor über 100 Jahren spazierten die Sommerfrischler gerne auf die Schwarz Alm in Zwettl – eine kleine Almhütte umgeben von einer großen Wiese.

Heute ist die Schwarz Alm ein Vier-Sterne-Hotel, das aufgrund seiner unvergleichlich ruhigen Lage auf der großen Waldlichtung und die Waldviertler Gastlichkeit mit ihren kulinarischen Spezialitäten ein begehrtes Ausflugsziel ist.

Eröffnet wurde das neue Haus, das generalsaniert und erweitert wurde, am Donnerstag von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Immobilieneigentümer Mag. Karl Schwarz, Alexander Ipp, Geschäftsführer der IPP Hotels, und Hoteldirektor Markus Hann.
 
Landeshauptmann Pröll sagte, dass sich die Schwarz Alm „auf den ersten Blick unglaublich verändert“ habe.

Unternehmerisch und betriebswirtschaftlich zu denken sei wichtig, das Geheimnis für die Schwarz Alm und für die Privatbrauerei Zwettl sei aber, dass „zur Rationalität eine entsprechende Emotionalität gekommen ist“, so Pröll.

Diese Emotion sei hier in die unternehmerische Entscheidung, die Schwarz Alm in einem großen Schritt zu renovieren, miteinbezogen worden.
 
Die internationale Entwicklung bedeute „eine große Chance für den Tourismus“, so der Landeshauptmann. Bei der Wahl der Urlaubsdestination werde immer mehr nach Sicherheit entschieden. „Wir haben 2015 6,8 Millionen Nächtigungen in Niederösterreich verzeichnet“, betonte Pröll, dass Niederösterreich im vergangenen Jahr einen Rekordwert bei den Nächtigungen erzielen konnte und, dass die Sicherheit der Destination Niederösterreich dazu einen wesentlichen Beitrag leiste.
 
Man müsse im Tourismus auf viele Facetten setzen, so Pröll. Das Wechselspiel von Natur, Kultur und Kulinarik bekomme eine immer größere Bedeutung.

Die Regionen müssten diese Chancen nutzen. Für eine erfolgreiche Entwicklung gebe es eine Vielzahl an wesentlichen Faktoren, etwa eine klare Profilierung und Positionierung sowie Gastfreundschaft. Mit der Schwarz Alm könne man „den guten Ruf der Qualität im Tourismus stärken“, wünschte der Landeshauptmann Karl Schwarz und seiner Familie sowie Alexander Ipp und seinem Unternehmen „alles erdenklich Gute“: „Hier sind zwei Institutionen am Werk, die wissen, wie es geht, und die entsprechendes Engagement mitbringen.“
 
„‚Wo wir sind, ist oben’ – so lautet der Slogan des Waldviertel Tourismus“, führte Immobilieneigentümer Schwarz aus, dass dies auf die geografische Lage zutreffe, auf die Schönheit der Region und auf den Fleiß und Willen der Menschen, Überdurchschnittliches zu leisten.

Die Schwarz Alm sei ein Haus mit einer sehr langen Geschichte.  Bis Ende des 19. Jahrhunderts sei die Schwarz Alm als Kastner Alm im Besitz der Familie Kastner gestanden, ehe sie über Umwege in den Besitz der Privatbrauerei Schwarz gekommen sei. 1930 sei diese an den deutschen Alpenverein verpachtet worden, 1951 habe hier der Skisport Einzug gehalten. Ein wichtiges Jahr sei 1952 gewesen, als „eine 400 Meter lange Stromleitung hier heraufgelegt wurde“.
 
1989 habe man das Hotel gebaut und 1990 eröffnet, so Schwarz. Wenige Jahre nach der Eröffnung habe man sich entschieden, die Schwarz Alm zu verpachten, um diese „einer Professionalisierung in Vermarktung und Betriebsführung zuzuführen“. Mit der Neuverpachtung 2010 an Alexander Ipp sei immer klarer geworden, dass sich „das Haus für Genuss und Entspannung positioniert“.

Man habe alle Kräfte gebündelt und in sieben Monaten alles neu errichtet. „Meine Familie liebt diesen Flecken Erde“, daher sei es für ihn eine Verpflichtung gewesen, am Werk seines Vaters weiterzuarbeiten, führte Schwarz aus, dass die Emotionalität in der Entscheidung eine große Rolle gespielt habe. Mit Alexander Ipp habe man einen guten Partner gefunden, mit dem man gemeinsam einen „wichtigen Impuls, den Tourismus im Waldviertel nachhaltig zu beleben und zu stärken“ geben werde.
 
IPP Hotels-Geschäftsführer Ipp führte aus, dass man sich im Winter 2009/10 aus drei Gründen überlegt habe, sich hier als Pächter zu engagieren: „aufgrund der einzigartigen Lage an diesem wunderschönen Flecken Erde im Waldviertel“, weil man hier die Chance gesehen habe, „eine Ruhe- und Genussoase zu entwickeln“ und die „freundschaftliche Beziehung zu Karl Schwarz“.

Man wolle die Schwarz Alm nun „gemeinsam weiterentwickeln und fit machen für den Gastanspruch und am Weg zu einem Vorzeigeprojekt im Waldviertel“. „Die Schwarz Alm ist wirklich etwas Besonderes geworden“, bedankte sich Ipp bei der Unterstützung des Landes Niederösterreich und allen Partnern.
 
„Die neue Waldviertler Gastlichkeit ist hier zu Hause“, so Hoteldirektor Hann, der betonte, dass „in den letzten Wochen und Monaten intensivst daran gearbeitet wurde, alles für die Gäste herzurichten“.
 
Die Schwarz Alm Zwettl steht im Eigentum der Familie Karl Schwarz/Privatbrauerei Zwettl. 2010 wurde die Alm als viertes Haus der IPP Hotels übernommen und in den Jahren 2015 bis 2016 generalsaniert und um zehn neue Premium-Zimmer und ein beheiztes Indoor-Pool erweitert.

Die IPP Hotels betreiben neben der Schwarz Alm Zwettl auch noch den Althof Retz, die ARTE Hotels in Krems und Kufstein und das Atlantis Hotel Vienna. 2017 im Frühling wird das „I’m Inn Wieselburg“ eröffnet.