Erstellt am 06. September 2017, 16:57

von NÖN Leserreporter

Anbau von Alternativkulturen wie Mohn und Hanf. Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Sonderkulturen, wie Mohn, Hanf und Mariendistel, ist aufgrund der hochwertigen Rohstoffe für Lebensmittel, Pharmazie, Kosmetik und Technik ungebrochen groß. Das Waldviertel kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung in diesem Nischenbereich der Landwirtschaft verweisen, daher steht auf dem Stundenplan der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Edelhof auch der praktische Anbau dieser Spezialpflanzen an oberster Stelle.

Die Personen v. l.: Antonia Zuntermann, Katharina Ebner, Bildungslandesrätin Barbara Schwarz, Direktorin Michaela Bauer, Martin Hofbauer und Matthias Dienstl.  |  Jürgen Mück

„Die Schülerinnen und Schüler legen eine kleine Ackerfläche mit Sonderkulturen an und sind für die Pflege verantwortlich. Auch in den Sommerferien wurden die Flächen von den Jugendlichen bewirtschaftet, die für eine ausreichende Bewässerung und Schutz vor Unkraut sorgen“, betont Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz, die vor kurzem den Edelhof besuchte. „Da Sonderkulturen besondere Anforderungen an Klima, Böden und die Bewirtschaftung stellen, sind hohe fachliche und praktische Kenntnisse notwendig. Aufgrund der guten Einkommensalternative gilt es die Schülerinnen und Schüler für diese Sonderkulturen zu begeistern“, so Schwarz.

Neben den klassischen Ackerkulturen wie Sommergetreide und Kartoffeln werden vor allem Alternativkulturen wie Mariendistel, Mohn, Hanf, Lein, Ringelblumen oder Gemüseraritäten wie Speisekürbis oder Spitzkraut am Edelhof von den Schülerinnen und Schülern kultiviert.

„Jede Schülerin und jeder Schüler des ersten Jahrganges der Fachrichtung Landwirtschaft bekommt ein eigenes Kulturbeet zugewiesen, das es fachgerecht zu bewirtschaften gilt. Hier kann das gelernte Wissen gleich in die Praxis umgesetzt werden, denn der Erfolg ist unmittelbar zu sehen. Hier lernen die Jugendlichen alle Arbeiten von der Saat bis zur Ernte kennen und erlernen somit praktische Fertigkeiten, was auch die Naturverbundenheit stärkt“, betont Direktorin Michaela Bauer.

- Artikel von Jürgen Mück