Waldhausen

Erstellt am 24. August 2016, 08:44

von Franz Pfeffer

Ein bewegter Werdegang. Feuerwehrkommandant zeichnete die Geschichte der Feuerwehr Obernondorf nach: Die erste Motorspritze kostete noch 1.533 Reichsmark. Ehren-Urkunden wurden vergeben.

Die Freiwillige Feuerwehr Obernondorf lud zum 90-jährigen Bestehen am 20. und 21. August nach Obernondorf ein. Der Sonntag begann mit der heiligen Messe, zelebriert von Pfarrer Thomasz Tomski , musikalisch umrahmt von Gabi Weidenauer an der Orgel.

Beim anschließenden Festakt konnte Feuerwehrkommandant Günther Weissinger zahlreiche Ehrengäste, Patinen und Ehrenmitglieder, Kameraden der Feuerwehren des Abschnittes, Sponsoren und viele Besucher begrüßen.

 Vielfältiger Blick in die Geschichte

 Er dokumentierte den Werdegang der Feuerwehr Obernondorf, angefangen mit der Gründung im Jahr 1925, als sechs Herren beschlossen, gemeinsam eine Feuerwehr zu gründen. Bereits im Jahr 1926 traten viele Männer der Feuerwehr bei. 1930 erfolgte der Ankauf eines Feuerwehrwagens und im Jahr 1939 die erste gebrauchte Motorspritze um 1.533 Reichsmark.

Die Umrüstung des Feuerwehrwagens von Pferdefuhrwerk auf Traktoranhänger wurde im Jahr 1958 durchgeführt. 1959 wurde das Feuerwehrhaus gemauert, das zuvor nur ein Holzschuppen war, eine neue Motorspritze und 23 Feuerwehrhelme gekauft.

Im Jahr 1964 wurde eine Motorsirene angeschafft und 1979 das erste gebrauchte Feuerwehrauto, ein Opel Blitz. Von 1989 bis 1992 wurde beim Feuerwehrhaus ein Um- und Zubau gemacht. Hier wurden insgesamt 4.697 freiwillige Arbeitsstunden von Feuerwehr, freiwilligen Helfern und der Dorfgemeinschaft geleistet.

Im Jahr 2004 wurde die Autosegnung des neuen Löschfahrzeuges Iveco 50 C 15 vorgenommen. 2010 wurde ein Schlauchturm gebaut und 2012 die Außenfassade erneuert.

Ehren-Urkunden für sieben Personen

In dieser 90-jährigen Zeitspanne waren sieben Feuerwehrkommandanten verantwortlich. Kommandant Günter Weissinger meinte, dass die Gemeinden einen wertvollen Beitrag leisten, um den Fortbestand der Feuerwehren zu gewährleisten. Der Aufwand für Ausrüstung, Schulung und Kurse und die benötigten Stunden für die Ausbildung von jungen Feuerwehrleuten werde immer umfangreicher.

Grußworte kamen von Bürgermeister Christian Seper. Er dankte für die vielen Eigenleistungen, die zur Sanierung des Hauses aufgebracht wurden und gratulierte zum Jubiläum. Die Gemeinde werde auch in Zukunft die Wehr unterstützen. Abschnittskommandant-Stellvertreter Franz Müllner betonte, dass die Nachbarschaftshilfe der Feuerwehren immer gegeben war. Früher mussten sich die Feuerwehren durch Haussammlungen finanzieren, viel später erst wurden sie von Land und Gemeinde unterstützt.

Feuerwehrkommandant Weissinger und sein Stellvertreter Jürgen Dornhackl übergaben Ehren-Urkunden an sieben Personen, die bereit waren, die Ehrenmitgliedschaft der Feuerwehr Obernondorf zu übernehmen. Es sind Martin Dastl aus Königsbach, Johann Hag aus Zwettl, Gertrude Müllner aus Waldhausen, Gertrude Rogner aus Obernondorf, Walpurga und Johann Ruß aus Niedernondorf und Gerhard Wagner aus Loschberg.