Altmelon

Erstellt am 24. August 2016, 11:28

303.000 Euro investiert. Nach 30 Jahren leistete sich die Feuerwehr Altmelon ein neues Einsatzfahrzeug. Die Gemeinde übernahm dabei mit 180.000 Euro den Großteil der Kosten.

Höhepunkt des Feuerwehrfestes in Altmelon war der 21. August: Am Vormittag wurde das neue Einsatzfahrzeug von Pfarrmoderator Bonaventura Manga gesegnet, am Nachmittag wurde dann der Feuerwehrtag des Abschnittes Groß Gerungs abgehalten.
Das neue Einsatzfahrzeug HLFA2, das das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ersetzt, stellte Kommandant Robert Einfalt in seinen Begrüßungsworten vor: Es hat ein 15 Tonnen Fahrgestell, einen 3.000 Liter Wassertank und 290 PS. Insgesamt kostete das neue Fahrzeug 303.000 Euro.
„Gemeinsam mit der Gemeinde haben wir es geschafft, das neue Fahrzeug zu finanzieren, damit wir wieder ausrücken können, wie es gehört“, betonte Einfalt. Die Gemeinde stemmte bei der Finanzierung den Löwenanteil von 180.000 Euro, das Land förderte weitere 60.000 Euro, die Feuerwehr selbst konnte 63.000 Euro für das Fahrzeug aufbringen.
„Der Grundgedanke der Feuerwehr ist immer der gleiche geblieben, aber die Anforderung an die Feuerwehren haben sich geändert“, betonte Bürgermeister Manfred Stauderer. Die Finanzierung war für alle eine große Herausforderung, die man nur gemeinsam bewältigen konnte. So errichtete die Wehr erst ihr neues Feuerwehrhaus, das 2012 seiner Bestimmung übergeben wurde.

Süffisant erzählte der Bürgermeister, dass in den letzten zwei Jahren Kommandant Einfalt oft auf das Gemeindeamt gekommen wäre, um mit besonderen Anreden, wie beispielsweise „hochlöblicher Herr Bürgermeister“ darauf hinzuweisen, dass das Tanklöschfahrzeug heuer 30 Jahre alt wird. Weiters scherzte Stauderer, dass Einfalt gerne auch ohne ein Anliegen am Gemeindeamt Willkommen sei. „Es wird keine 30 Jahre dauern, wir brauchen sicher früher wieder etwas“, erwiderte der Kommandant lachend.
Landtagsabgeordneter Franz Mold gratulierte der Feuerwehr zu ihrem neuen Einsatzfahrzeug und betonte, dass er stolz darauf sei, „dass wir viele Menschen haben, die ihre Freizeit aufbringen, um im Ernstfall helfen zu können“.

„Es ist verständlich, dass die Kameraden sagen: Irgendwann geht es mit dem Fahrzeug nicht mehr, es gehört was Neues her, um wieder einsatzbereit zu sein“

Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl.

„Der Bürgermeister hat es im Gespräch draußen schon auf den Punkt gebracht: Das neue Einsatzfahrzeug, das neben dem Feuerwehrhaus steht, repräsentiert 303.000 Euro. Das Feuerwehrhaus war nicht viel teurer, da ist von den Kosten nicht mehr viel um. Da ist es natürlich legitim die Kosten zu hinterfragen“, erklärte Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl. Dann fragte er im Publikum nach, wer ein 30 Jahre altes Fahrzeug fahre. Niemand meldete sich. „Es ist verständlich, dass die Kameraden sagen: Irgendwann geht es mit dem Fahrzeug nicht mehr, es gehört was Neues her, um wieder einsatzbereit zu sein“, meinte Schnabl.

Die Feuerwehr wäre gesetzlich nicht dazu verpflichtet, einen Beitrag zu leisten, „Hut ab, dass ihr soviel Verantwortungsbewusstsein zeigt“, lobte er die Altmeloner Wehr, die derzeit 54 aktive Mitglieder hat. Jeder 2,6. Haushalt von Altmelon stelle im Durchschnitt damit ein aktives Mitglied. Abschnittskommandant Christian Weis wünschte sich, dass die Kameraden in nächster Zeit viel mit dem Fahrzeug üben, um die Technik dann im Ernstfall sicher und schnell zu beherrschen.