Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von René Denk

FF Ottenschlag: Unimog intensiv im Einsatz. 390.000 Euro teures Unimog-Einsatzfahrzeug hat sich bereits gut bewährt. Knapp betont Wichtigkeit dezentraler Stationierung.

Bei der Fahrzeugsegnung des neuen Unimog VF-Kran in Ottenschlag: Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Bürgermeisterin Christa Jager, Kommandant-Stellvertreter Michael Renner, Pfarrer Andreas Hofmann, die Fahrzeugpatinnen Dorli Renner, Karina Ruth und Brigitte Wagner, Bezirkskommandant Franz Knapp, Kommandant Willi Renner, Landtagsabgeordneter Franz Mold und Andreas Antony von der Bezirkshauptmannschaft.  |  NOEN, Denk
Das mittlerweile stark erprobte Unimog-Kranfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ottenschlag wurde am 24. Oktober im Feuerwehrhaus gesegnet.

Pfarrer Andreas Hofmann erinnerte an den Eisreif Ende des Vorjahres, bei dem das Fahrzeug auch intensiv eingesetzt werden musste. Feuerwehrkommandant Willi Renner betonte auch, dass man beim großen Slowenien-Hilfseinsatz vor knapp zwei Jahren mit dem Unimog bereits dabei war. Er dankte allen Abschnittskommandanten des Bezirks, für die Stationierung des 390.000 Euro teuren Einsatzfahrzeuges in Ottenschlag unterschrieben zu haben. Bisher wurde 158 mal ausgefahren, bei 127 Einsätzen war der Unimog mit dabei.



4.025 Kilometer wurden damit gefahren. Das Fahrzeug sei zwar zur Gänze vom Landesfeuerwehrkommando gefördert worden, aber: „Ich habe nicht schlecht geschaut, als ich hörte, dass der Unimog 273 Liter Hydrauliköl braucht. Auch das kostet dementsprechend Geld. Nichtsdestotrotz sind wir stolz, ihn hier zu haben“, betonte Renner.

Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Knapp bekräftigte seine Entscheidung, das Fahrzeug in Ottenschlag zu stationieren: „Man muss die Fahrzeuge aufteilen, um die gesamte Kraft der Feuerwehren nutzen zu können.“ Außerdem gäbe es in der Region sehr viele Wälder. Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger und Landtagsabgeordneter Franz Mold lobten die Leistungen der Feuerwehren.

Kommandant war zu Tränen gerührt

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner betonte den Reichtum Niederösterreichs und des Waldviertels durch die Freiwilligkeit: „Solange unserer Feuerwehrleute tagtäglich trainieren und sich den A.... aufreißen, gibt es keine besseren Einsatzkräfte. Ich bin stolz auf euch!“ Er überreichte ein besonderes Geschenk an Kommandant Renner und Mold für besondere Verdienste - handgeschnitzte und -bemalte Holzflorianis aus Südtirol.

Bürgermeisterin Christa Jager freute es, dass es für die Feierstunden mehrere Beweggründe gab, denn: Sie setzte den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss um, den Platz beim Feuerwehrhaus in „Ehrenbrandrat Willi Renner-Platz“ zu benennen. Die Bürgermeisterin und Feuerwehrkommandant Willi Renner waren zu Tränen gerührt, die großen Verdienste seines Vaters mit dieser Benennung besonders zu würdigen.

Der Ehrenbrandrat war 33 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr, um nur eine besondere Leistung zu nennen. Weiters betonte Jager, dass man auch die Sanierung des Feuerwehrhauses feiere, und das gerade rechtzeitig zum „halbrunden Feuerjubiläum“, denn die Wehr wurde heuer 145 Jahre alt.