Erstellt am 19. April 2016, 07:14

von NÖN Redaktion

Flüchtlingsinitiative zog erste Bilanz. Die regionale Flüchtlingsinitiative veranstaltete Samstagabend im Pfarrzentrum Groß Gerungs einen Informationsabend und zog Bilanz über die ersten 200 Tage.

Obmann Gerhard Fallent, Pfarrmoderator Bonaventura Manga, Dechant Andreas Bühringer, Obmann-Stellvertreterin Ingrid Penz, Vizebürgermeister Karl Eichinger aus Groß Gerungs und Bürgermeister Herbert Gottsbachner (v. l.) aus Langschlag beim Bilanz-Abend der regionalen Flüchtlingsinitiative.  |  NOEN, Verena Schwarzinger
Obmann Gerhard Fallent konnte dazu neben einer Reihe von Ehrengästen auch zahlreiche Besucher sowie die Schutzsuchenden aus Groß Gerungs und Langschlag begrüßen.
 
In vielen Gemeinden haben sich im letzten halben Jahr zusammengefunden und „Willkommen Mensch“-Vereine gegründet. Auch in Groß Gerungs gibt es, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Langschlag, seit September solch einen ehrenamtlichen Verein. „Willkommen Mensch“ hat sich zum Ziel gesetzt, Schutzsuchenden Obdach zu geben, zu helfen, das Erlebte zu verarbeiten, zu unterstützen und zu integrieren.

Privates Engagement

Insgesamt sind 52 Flüchtlinge – 10 in Langschlag und 42 in Groß Gerungs – aus Syrien, der Mongolei, dem Irak, dem Iran und aus Afghanistan in Groß Gerungs und in Langschlag aufgenommen worden. Untergebracht sind sie in neun Wohnungen im Appel-Haus in Groß Gerungs, das durch eine Privatinitiative in geeignete Wohnungen umfunktioniert wurde, sowie in Privatquartieren in Groß Gerungs und in Langschlag.

Die Kinder gehen in den Kindergarten, die Volksschule sowie in die Neue Mittelschule. Zweimal wöchentlich erhalten auch die Eltern Deutschunterricht von Lehrern. In der Freizeit werden Ausflüge unternommen, Musik gemacht, gemeinsame Gartenarbeit verrichtet oder die Integration bei nachmittäglichen Begegnungscafés gefördert. Einige Familien haben auch bereits einen positiven Asylbescheid erhalten und können bleiben.

Der Verein Groß Gerungs und Langschlag zählt über 60 Mitglieder und über 100 Unterstützer. Gemeinsam mit den Gemeinden, den Pfarren und der Bevölkerung kann der gemeinnützige Verein in Arbeitskreisen – Wohnraum, Betreuung, Gesundheit, Bildung, Veranstaltungen, Sachspenden, Öffentlichkeitsarbeit, Integration und Netzwerk – allen die notwendige Unterstützung zu teil werden lassen, die die Schutzsuchenden brauchen, um sich in ihrer neuen Heimat einleben zu können.