Erstellt am 10. September 2015, 07:12

von NÖN Redaktion

Freund unvergessen. Musiker aus dem Wald- und Weinviertel nahmen zwei Musikstücke auf, Erlös wird für Grabpflege verwendet.

Die Erinnerung an den 2014 verstorbenen Othmar Zaubek lebt weiter.  |  NOEN, privat

„Einen Freund nicht vergessen!“ Dieses Ziel hat der ehemalige Landeskapellmeister des NÖ Blasmusikverbandes Eduard Scherzer. Dieser komponierte ein Musikstück in sechs Teilen, das mit seinem Freund, dem im November des Vorjahres verstorbenen Othmar Zaubek, in enger Verbindung steht, mit seinem Wirken für die österreichische Blasmusik, aber auch mit seinem Abschied aus dieser Welt. So werden auch musikalische Themen des Begräbnisses, das in Grafenschlag stattfand, verwendet.

60 Musiker sind Ruf gefolgt

Scherzers Ruf sind am 2. September knapp 60 Musiker gefolgt, wo im „Haus der Musik“ dessen Komposition mit dem Titel „Grafenschlag-Suite“ und noch ein Marsch mit dem Titel „Zaubek-Marsch“ von Hannes Teuschl aufgenommen wurde, um diese Werke im Rundfunk spielen zu können.

Dieses Projekt-Orchester bestand aus namhaften Wald- und Weinviertler Musikern, die sich als Zaubeks Freunde bezeichnen dürfen: Musikschulleiter und -lehrer, Kapellmeister, Profis vom Radiosymphonieorchester und dem Orchester der Volksoper Wien. Das Besondere daran: Auf alle Einnahmen dieses Werks wird verzichtet, diese werden für die Erhaltungskosten von Zaubeks Grab gespendet. Komponist und Musiker sowie alle, die Verantwortung tragen für dieses Projekt, machten dies freiwillig und unentgeltlich für ihren Freund. „Vielleicht“, so ein Teilnehmer, „wird Othmar Zaubek mit diesem Beitrag die Anerkennung zuteil, die ihm zu Lebzeiten gefehlt hat. Dieser Tag hat bewiesen, dass Musik über den Tod hinaus noch verbindet.“