Göpfritz an der Wild

Erstellt am 13. Oktober 2016, 04:16

von Brigitte Lassmann-Moser

Nahversorgung: Positive Wende in Sicht. Lebensmittelgroßhändler will in Göpfritz einen Nah&Frisch-Standort betreiben und sucht bereits Kaufleute.

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Lange war man in der Gemeinde auf der Suche nach einem Nahversorger – vergebens. Jetzt zeichnet sich ein Licht am Ende des Tunnels ab.

Bereits vor Jahren, noch unter der Amtszeit von Bürgermeister Erich Mautner, wollte der Lebensmittelgroßhändler Kiennast aus Gars am Kamp in Göpfritz einen Supermarkt errichten. „Die Pläne dafür lagen bereits fix und fertig auf, das Projekt ist aber an der Raumordnung gescheitert“, erzählt Bürgermeister Franz Gressl im Gespräch mit der NÖN.

Später sollte ein Billa-Markt in Göpfritz gebaut werden, diese Pläne wiederum scheiterten am Grundeigentümer. Weitere Varianten, die mit dem Rewe-Konzern durchdiskutiert wurden, bzw. auch Gespräche mit ADEG verliefen negativ. Ende des Vorjahres spitzte sich die Lage durch die Insolvenz der Firma Pilz, die zuletzt ein Lebensmittelgeschäft in der Gemeinde führte, zu. Es sperrte zu, und das verkehrstechnisch günstig gelegene und bevölkerungsmäßig wachsende Göpfritz stand ohne Nahversorger da.

"Das Gebäude würde abgerissen und ein neuer Markt gebaut werden“

Jetzt ist abermals Kiennast am Zug. Das Unternehmen will in Göpfritz einen Nah&Frisch-Standort realisieren und sucht dafür schon einen Betreiber. Für diesen neuen Markt muss das Gebäude gegenüber dem Schloss von der Gemeinde angekauft werden. Darüber soll in der Gemeinderatssitzung am 20. Oktober entschieden werden. „Das Gebäude würde abgerissen und ein neuer Markt gebaut werden“, erklärt Bürgermeister Gressl. Dafür müssen auch die Parkplätze neben dem Gasthaus Wildrast umgeplant und umgebaut werden. Wenn alles nach Wunsch läuft, könnte der neue Lebensmittelmarkt bereits im Spätherbst kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Die Gemeinde müsste dafür einige hundert Tausend Euro in die Hand nehmen, kann aber mit NAFES-Förderung rechnen. Das ist es Gressl aber auch wert: „Das ist unsere letzte Chance, einen Nahversorger in die Gemeinde zu bekommen“, ist der Bürgermeister überzeugt, der alles in Bewegung setzen wird, damit dieses Projekt realisiert werden kann. Der Bedarf ist jedenfalls gegeben: Bei einer Umfrage in der Bevölkerung stand der Wunsch nach einem Nahversorger an erster Stelle.

Übrigens: Das einst mit Kiennast geplant Projekt wäre um gut die Hälfte billiger gekommen als das jetzige…