Gutenbrunn

Erstellt am 18. Mai 2017, 04:00

Sprengversuch an Bankomat misslang. Kameras zeichneten maskierte Täter auf. Sie leiteten Gas in Geldautomaten ein.

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Zwei unbekannte Täter versuchten in Gutenbrunn, einen Bankomaten aufzusprengen. Sie wollten in der Nacht auf 6. Mai durch das Zünden eines Gasgemisches an die Geldscheine im Inneren des Geldautomaten gelangen, blieben dabei aber erfolglos.

Der Diebstahlversuch blieb vorerst unbemerkt – einem Bankkunden fiel erst am 8. Mai auf, dass der Bankomat vor der ehemaligen Sparkassen-Filiale nicht mehr funktioniert. Der Kunde erstattete daraufhin Anzeige auf der Polizeiinspektion Ottenschlag.

Öfters im Visier von Kriminellen

Bilder der Überwachungskamera zeigen jetzt Details zum Tatverlauf: Auf den Aufnahmen sieht man zwei Maskierte, die sich am 6. Mai kurz nach Mitternacht näherten. Sie dürften mit Werkzeug die Lade zur Geldausgabe aufgespreizt haben. Auf dem Überwachungsband erkennt man, wie sie einen schwarzen Schlauch in den Bankomat einführen.

Damit leitete das Duo offenbar ein Gasgemisch in die Maschine, das sie anschließend zur Sprengung bringen wollten. Ein rotes Kabel, das sie ebenfalls in den Bankomat steckten, war dabei offenbar als Zünder gedacht. Die erhoffte Explosion blieb aber aus und das Duo flüchtete.

Laut den Behörden stand der Bankomat schon öfter im Visier von Kriminellen. Es dürfte sich dabei aber um ein Modell handeln, das gezielt solchen Sprengversuchen standhält.
Der Bankomat dürfte beim Sprengversuch sein System herunterfahren und sich neu gestartet haben. Ein Abheben war danach nicht mehr möglich.