Erstellt am 02. Dezember 2015, 04:23

Haft für 18 Einbrüche. Eines zierlichen Obdachlosen, der leichter durch Fenster passte, bedienten sich drei Brüder bei Einbruchstouren im Waldviertel.

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Um von der Straße wegzukommen, ließ sich der 34-jährige Tscheche Stefan S. für Kost und Quartier als Einbruchshelfer von drei Landsleuten anheuern.

Das kriminelle Chef-Trio, das Brüderpaar Jiri (44) und Roman H. (48) und dessen Stiefbruder Josef M. (32), war zunächst in der Altmetallbranche tätig. Als diese unter strengere, formelle Voraussetzungen gestellt wurde, beschlossen die Brüder im Frühjahr dieses Jahres, ihren Lebensunterhalt mit gemeinsam verübten Einbrüchen im Waldviertel zu finanzieren. Als Erfüllungsgehilfe fand sich Stefan S.

Das Quartett kam stets in der Nacht über die Grenze nach Niederösterreich und spähte geeignete Einbruchsobjekte aus. Es drang über aufgebrochene Türen oder aufgezwängte Fenster in Wohnhäuser ein und suchte nach Bargeld, verwertbaren Gegenständen, Lebensmitteln und Getränken.

Quartett zeigte sich geständig

Die Bande schlug 18-mal erfolgreich im Bezirk Zwettl (in Stögersbach, Griesbach, Eichberg und Almosen), im Bezirk Waidhofen (Thuma, Vitis, Waldkirchen, Schaditz, Eibenstein, Großau, Fratres und Göpfritzschlag) und im Bezirk Gmünd (in Heidenreichstein, Stölzles, Schrems, Groß-Radischen und Kurzschwarza) zu. Der gesamte Beutewert betrug an die 5.000 Euro.

Bei weiteren sieben Einbrüchen blieb es beim Versuch: Türen oder Fenster ließen sich nicht knacken, oder anschlagende Hunde oder Alarmanlagen schlugen das Quartett in die Flucht. Am 21. Juli endete die Einbruchsserie der Bande mit der Festnahme.

Vor Gericht zeigte sich das Quartett, das in der Heimat bereits mehrfache Vorstrafen aufweist, geständig. Die Einbrecher wurden allesamt zu teilbedingten Freiheitsstrafen - zwischen 21 und 24 Monaten, davon zwischen sechs und acht Monaten Arrest - verurteilt. Die Urteile sind rechtskräftig.