Erstellt am 05. Mai 2016, 05:24

von Brigitte Lassmann-Moser

Hochkarätiger Auftakt. Der Arbeitskreis „Gesundheit und Soziales“ lud den bekannten Kriminalpsychologen Thomas Müller ein.

Vortragender Thomas Müller (sitzend) mit Vertretern des Arbeitskreises „Gesundes und Soziales“: Erika Steinacher, Elisabeth Grötzl, Waltraud Melzer, Anne Blauensteiner, Stadtrat Primar Manfred Weissinger und Martina Kainz sowie Sparkassen-Vorstandsdirektor Ewald Höbarth (v. l.).  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser
Der Arbeitskreis „Gesundheit und Soziales“ feiert heuer „10 Jahre Gesunde Gemeinde Zwettl“ und plant aus diesem Anlass über das Jahr verschiedene Veranstaltungen. Der Auftakt war hochkarätig besetzt. Arbeitskreisleiter Stadtrat Manfred Weissinger konnte am Freitagabend, 29. April, den bekannten Kriminalpsychologen und Buchautor Thomas Müller im bis auf den letzten Platz gefüllten Sparkassensaal begrüßen. Müller, der vor allem durch die Ermittlungen gegen den Serienmörder Jack Unterweger sowie den Briefbomben-Attentäter Franz Fuchs bekannt wurde, referierte zum Thema „Krisensituationen und deren psychologische Gesetze“.

„Meine berufliche Tätigkeit ist eine durchgehende Krise“, meinte Müller einleitend, hatte aber für alle einen Trost parat: „Ich habe noch keine persönliche Krisensituation erlebt, die nicht ein Ende gehabt hätte“, so Müller, der nicht zum ersten Mal in Zwettl war. Wichtig in einer persönlichen Krise sei die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, ein Perspektivenwechsel, die Einschätzung des eigenen Selbstwertgefühls und eine offene, ehrliche Kommunikation. Dazu brauche es auch etwas Gelassenheit und Humor.

Und Humor bewies Thomas Müller jede Menge: Trotz des sehr ernsten Themas war sein rund eineinhalbstündiger Vortrag ausgesprochen unterhaltsam, immer wieder löste er mit seinen humorvollen Anekdoten beim begeisterten Publikum Lachstürme aus. Der Humor komme „machmal schräg daher, manchmal schwarz, und manchmal sehr fein“, war sein Resümee.