Erstellt am 05. Mai 2016, 04:24

von Brigitte Lassmann-Moser

Hohe Auszeichnung für Paukner und Moll. Der langjährige Kapellmeister sowie der verdiente Stadtarchivar erhielten die Goldene Ehrennadel der Gemeinde.

Hohe Auszeichnung für zwei besonders verdiente Zwettler: Abt Wolfgang Wiedermann, Vizebürgermeister Johannes Prinz, Maria Kormesser, Josef Paukner, Bürgermeister Herbert Prinz, Friedel und Maria Moll sowie Bezirkshauptmann Michael Widermann (v. l.).  |  NOEN, Brigitte Lassmann-Moser
Mit der Ehrennadel in Gold, der dritthöchsten Auszeichnung, die die Gemeinde zu vergeben hat, wurden am Donnerstag, 28. April, im Rahmen einer Festveranstaltung im Schloss Rosenau Josef Paukner und Friedel Moll geehrt. Damit wurde das jahrzehntelange, verdienstvolle und vorbildliche Wirken der beiden im Dienste der Allgemeinheit gewürdigt.

Nach der Begrüßung durch Vizebürgermeister Johannes Prinz ließ Bürgermeister Herbert Prinz die wichtigsten Lebensstationen der beiden Geehrten Revue passieren und würdigte in seiner Laudatio die Verdienste von Paukner und Moll, die er als zwei „wichtige Mosaiksteinchen im Gesamtbild der Gemeinde“ bezeichnete.

Josef Paukner, Jg. 1953, seit bald 50 Jahren aktiver Musiker im Musikverein C. M. Ziehrer, danach viele Jahre Stabführer und Kapellmeister, langjähriger Lehrer und Leiter der Musikschule Zwettl, Jagdhornbläser, Gründer der Zwettler Big Band und Leiter des Kirchenchores habe sich gänzlich der Musik verschrieben und „vermittelte vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen seine Begeisterung für die Musik und sein Können“, so Bürgermeister Prinz. „Er ist Musiker mit Leib und Seele, ein musikalischer Tausendsassa, der jahrzehntelang in der Stadt den Takt angegeben hat!“.

"Mit viel persönlichem Engagement"

Friedel Moll, Jg. 1945, langjähriger Leiter der Bezirksbildstelle, seit 1986 ehrenamtlicher Leiter des Stadtarchivs, Gründungsobmann des Museumsvereins, Autor vieler heimatkundlicher Schriften und Beiträge, profunder Kenner der Stadtgeschichte und eloquenter Stadtführer habe „mit geringsten Mitteln und in nicht mehr zeitgemäßen Räumlichkeiten, aber mit viel persönlichem Engagement“ wertvollste Arbeit bei der Neuaufstellung und Bearbeitung des Stadtarchivs geleistet und aus diesem ein Vorzeigearchiv gemacht, das in vielen Belangen Vorreiterrolle übernahm, wie der Bürgermeister betonte.

Der vielfach Ausgezeichnete, u.a. mit dem Professoren-Titel, „war und ist immer ein verlässlicher Partner“, den seine „beispielgebende Ehrenamtlichkeit, seine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit und seine Bescheidenheit“ auszeichnen, wie Herbert Prinz meinte.

Nach Überreichung der Goldenen Ehrennadel – beide sind bereits Träger der Silbernen –, gratulierten die Fraktionsobleute der im Gemeinderat vertretenen Parteien mit sehr persönlichen Worten: Erwin Reiter (FPÖ), Friedrich Kolm (SPÖ), Silvia Moser (Grüne) sowie Andrea Wiesmüller (ÖVP). Letztere überreichte als Obfrau des C. M. Ziehrer Josef Paukner außerdem die Urkunde zum Ehrenkapellmeister des Musikvereins.

„Wir werden uns nicht zurücklehnen!“

„Eine Anerkennung und Wertschätzung, die nicht ausgedrückt wird, verpufft“, meinte Bezirkshauptmann Michael Widermann, der sich ebenfalls als Gratulant einstellte.

„Geehrt wird man nicht, weil man so schön, so intelligent oder so lieb ist“, sondern weil man etwas besonders gut könne, das der Öffentlichkeit dient, meinte Friedel Moll, der – auch im Namen Paukners – für die Auszeichnung dankte. „Eine Ehrung betrifft nie nur einen selbst, es stehen immer auch andere dahinter“, meinte Moll in seiner bekannten Bescheidenheit. „Wir haben uns beide von gewissen Dingen zurückgezogen, wir werden uns aber nicht zurücklehnen und uns auf unseren Lorbeeren ausruhen, Sie werden in nächster Zeit wieder von uns hören“, versprach er.

Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung von den Musikern Harald Hauer, Alexander Kastner und Ambros Pabisch mit der Trompete sowie von Josef Paukner selbst, der es sich nicht nehmen ließ, bei der eigenen Ehrungsfeier zum Saxophon zu greifen und gemeinsam mit Gabi Kramer am Klavier einige Stücke zum Besten zu geben.