Erstellt am 04. April 2017, 15:13

von Brigitte Lassmann-Moser

Zwettl: Kunst im Bürgerbüro. Anlässlich der Ausstellung „Kunst im Bürgerbüro“ von 2002 läuft aktuell eine Retrospektive des verstorbenen Künstlers Karl Moser.

Vor 15 Jahren war er der erste Künstler, dessen Werke anlässlich der Eröffnung des neuen Bürgerbüros auf der Bezirkshauptmannschaft ausgestellt waren. Jetzt läuft aus Anlass dieses Jubiläums eine Retrospektive des 2010 verstorbenen Künstlers Karl Moser.

"Bleibt in seinen Werken immer präsent"

Mosers Schwester Gabriele Brantner hat diese Ausstellung auf Einladung von Bezirkshauptmann Michael Widermann organisiert, und zur Eröffnung am Dienstag der Vorwoche kamen viele frühere Freunde, Wegbegleiter, Kollegen und Kunstinteressierte, unter ihnen auch der damalige Bezirkshauptmann Werner Nikisch, der die Ausstellungsreihe „Kunst im Bürgerbüro“ 2002 ins Leben rief.

Bezirkshauptmann Michael Widermann freute sich über den tollen Besuch und sprach sehr persönlich über seine Erinnerungen an Karl Moser. „Er bleibt in seinen Werken immer präsent!“ Gabriele Brantner stellte Moser mehr als Bruder denn als Künstler vor, sprach über seine Sensibilität, seine Kunstsinnigkeit, seine Leidenschaft für Pinsel und Farben.

"Kunst im öffentlichen Raum ist eine Möglichkeit, die Menschen in einem Moment mit Kunst zu konfrontieren, wenn sie es nicht erwarten.“

Eröffnet wurde die Ausstellung „in tiefem Respekt vor dem Künstler“ von Landtagsabgeordnetem Franz Mold, der der Frage nachging, warum Kunst auf einer Behörde ausgestellt wird. „Weil es wichtig ist, sie einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Kunst im öffentlichen Raum ist eine Möglichkeit, die Menschen in einem Moment mit Kunst zu konfrontieren, wenn sie es nicht erwarten.“

Karl Mosers Werke würden, so Mold, auch heute noch viele Menschen nicht nur im Waldviertel, sondern weit darüber hinaus faszinieren und begeistern. Mit dem Künstler verbinde ihn persönlich nicht nur, dass er im Besitz eines Moser-Bildes ist, sondern dass er im Jahr 2010 auch dessen mit 60 m Länge und 4,5 m Höhe wohl größte Mohnbild der Welt in Armschlag eröffnen durfte, wenige Monate, bevor Karl Moser mit erst 54 Jahren starb.

Die Retrospektive läuft noch bis 31. Mai.