Erstellt am 30. April 2016, 13:57

von Wolfgang Zarl

Kirchen-Organisationen: "Viele ohne Job". Rund um den 30. April machten diözesane Organisationen auf das Thema Arbeitslosigkeit von Menschen mit Einschränkungen/ Behinderungen und Arbeitslosigkeit generell aufmerksam.

Kirchliche Aktivisten machten auf "Tag der Arbeitslosen" aufmerksam, im Bild: in Zwettl  |  NOEN, Wolfgang Zarl

Die Caritas und andere diözesane Organisationen wie die Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB) setzten hierzu Aktionen in Bezirksstädten, etwa in Zwettl, Amstetten oder St. Pölten.

„Fast jeder kennt Menschen, die ohne Arbeit sind oder war selbst von Arbeitslosigkeit betroffen", betont Rudolf Dörr-Kaltenberger, Leiter von Jobcoaching und der Arbeitsassistenz für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung.

„Der hohe Stellenwert der Arbeit in unserer Gesellschaft hat für Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, enorme Auswirkungen. Es bedeutet neben einem reduzierten Einkommen einen geringeren Selbstwert und die Folgen können Depressionen, soziale Ausgrenzung und Überschuldung sein. Das Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, ist für Menschen mit Behinderungen ungleich höher. Einsparungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik verschärfen diese prekäre Situation.“

Die KAB fordert anlässlich des „Tages der Arbeitslosen“ eine Arbeitszeitverkürzung. Das sei ein Gebot der Stunde so Erwin Burghofer, von der KAB. In Niederösterreich seien im März 62.145 Menschen ohne Job gewesen - „kann uns das als Mensch egal sein?“ Er zitiert hier die Enzyklika Laudato si´ von Papst Franziskus