Kirchschlag

Erstellt am 10. August 2016, 05:30

von Franz Pfeffer

70 Jahre und nicht leise. Die Musikkapelle Kirchschlag-Scheib wurde vor sieben Jahrzehnten gegründet und gehört seit 20 Jahren dem NÖ Blasmusikverband an – Grund zum Feiern.

Die Musikkapelle Kirchschlag-Scheib lud zum 70-jährigen Bestehen und ihrer 20-jährigen Mitgliedschaft beim NÖ Blasmusikverband unter dem Motto „70 Jahre und kein bisschen leise“ am 6. und 7. August in die Festhalle nach Kirchschlag ein.
Begonnen wurde am Samstag mit einem Festakt und dem Einmarsch der Musikkapelle Kirchschlag-Scheib sowie den Gastkapellen Raxendorf, Pöggstall, Martinsberg und Gutenbrunn, die auch mehrere Musikstücke darboten. Obfrau Christina Martin konnte zahlreiche Ehrengäste, Musikfreunde, Sponsoren und viele Besucher begrüßen.

Sie dokumentierte den Werdegang der Musikkapelle Kirchschlag-Scheib, angefangen von der Gründung im Jahr 1946, als einige Herren beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. In der Anfangszeit wurde im alten „Jakwerth-Haus“ in Scheib geprobt. Als Josef Stieger den Kapellmeister übernahm, übersiedelte man mit den Proben in dessen Küche. Es kamen natürlich laufend neue Musikanten zu den „Scheibern“, wie sie genannt wurden, dazu.

Freude über großen Jungmusiker-Anteil

Im Jahr 1996 wurde beschlossen, dem NÖ Blasmusikverband beizutreten. Da die Mitglieder immer mehr wurden, begann man 2007 mit dem Neubau eines Musikerheimes in Scheib, das zwei Jahre später offiziell eröffnet wurde. Ein besonderes Highlight war 2010 die erste, erfolgreiche Teilnahme bei der Bezirksmarschmusikbewertung.

Grußworte kamen von Bürgermeister Johann Stieger, der meinte, es sei sehr erfreulich, so viel Jugend dabei zu haben. Er sagte auch seitens der Gemeinde für die Zukunft seine Unterstützung zu und dankte allen Musikern, besonders Obfrau Christina Martin für ihr persönliches Engagement.

Ehrenmedaille in Gold für Kapellmeister

Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger betonte, „Gemeinden ohne Musikkapellen sind nicht mehr vorstellbar“, und das 70-jährige Jubiläum dieser Musikkapelle sei ganz beachtlich. Landtagsabgeordneter Franz Mold hob die große Bedeutung der Blasmusik in Niederösterreich hervor. „Gerade hier können verschiedene Generationen miteinander musizieren.

Bei den Musikern sind mehr als 50 Prozent unter 30 Jahre alt. Es ist eine sinnvolle Freizeitgestaltun, und die Vereine zeigen ihre Verbundenheit mit der Heimat.“ Bezirksobmann Johann Kainz meinte, es erfreue sich Aug‘ und Ohr bei dieser Musik. Er konnte an drei Personen Auszeichnungen übergeben: Kerstin Köck und Karina Weißensteiner erhielten vom NÖ Blasmusikverband das Marketenderinnen-Abzeichen in Silber und Ehrenobmann Josef Hartl, Kapellmeister von Kirchschlag-Scheib, die Ehrenmedaille in Gold.

Weiter ging das Fest am Samstagabend mit der „Puchberger Standerlpartie“. Der Sonntag begann mit einer Festmesse, zelebriert von Pfarrer Andreas Hofmann und musikalisch vom Musikverein Kottes umrahmt, der anschließend auch den Frühschoppen spielte. Am Nachmittag unterhielt die „Musibanda“ und Schmankerln aus der Region wurden verlost.