Erstellt am 10. Dezember 2015, 02:13

von Christopher Eckl

Aufbruch statt weiterwursteln. Christopher Eckl über den Mut zum Miteinander in Sallingberg und Ottenschlag.

Im Süden des Bezirks bewegt sich was. Die zuletzt personell gebeutelten Vereine Sallingberg und Ottenschlag schlagen ab dem kommenden Sommer einen gemeinsamen Weg ein, bilden eine Spielgemeinschaft.

Ein solches Projekt bringt klarerweise Ungewissheit mit sich. Werden Spieler und Fans die Entscheidung mittragen? Werden die Funktionäre auch nach einigen Monaten noch so an einem gemeinsamen Strang ziehen wie bei der Gründung? Außerdem ist es natürlich schade, dass dem Liga-Betrieb nun zahlenmäßig ein Verein abhanden kommt.

Das gesamte Unterfangen deshalb aber jetzt schon als wackelig oder negativ zu beurteilen, wäre falsch. Die Verantwortlichen der Vereine haben mit ihrer Entscheidung Mut bewiesen. Sie hätten auch die prekäre Situation verschleppen, ja, weiterwursteln können.

Den Liebhabern des regionalen Fußballs kommt bei den letzten beiden genannten Zeitwörtern der „Fall Harbach“ in den Sinn. Der UFCN stellte vor fast genau einem Jahr den Spielbetrieb mitten in der Winterpause ein. Solch ein Szenario haben die Funktionäre aus Sallingberg und Ottenschlag nun mit einer frühzeitigen, durchdachten Entscheidung vermieden. Diese Spielgemeinschaft hat sich eine faire Chance verdient.