Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:57

von Christopher Eckl

Der Titel ist nicht alles. Christopher Eckl über ein Musterprojekt in der 2. Klasse Waldviertel Süd.

Die erfahrenen Spieler jubeln, die jungen Akteure schauen enttäuscht zu. Diese Szenerie spielte sich am vergangenen Freitag-Abend im altehrwürdigen Zwettltal-Stadion ab. Ein mit starken Legionären gespicktes Team aus Kirchschlag nahm die zweite Garde der Zwettler auseinander, siegte 5:0.

Diese Szene steht sinnbildlich für den bisherigen Verlauf der Herbstmeisterschaft in der „Süd“. Ganz oben stehen die Teams, die auf Routiniers setzen. Neben den angesprochenen Kirchschlagern ist das vor allem der SV Kirchberg/Walde. Dahinter lauern in aussichtsreichen Positionen Rappottenstein und Arbesbach. Zwei Mannschaften mit Jugend, die aber auch mit über die Jahre gestählten und abgebrühten Spielern aufwarten können. Die von vielen Teams fast schon befürchtete Dominanz der spielerisch starken Talente von Zwettl II blieb indes aus. Dafür fehlt es der Wagner-Truppe schlichtweg an einem: der Erfahrung.

Der Weg, den der SCZ mit dem Einstieg des Zweierteams in die „Süd“ beschritten hat, ist aber auch ohne Titel toll. Hier wird jungen Spielern eine Chance gegeben, sich früh im Liga-Alltag zu beweisen. Die eine oder andere Niederlage hilft bei der Entwicklung, formt den Charakter. Nur so können in Zukunft dann die Jungen jubeln.