Erstellt am 02. März 2016, 05:39

von Michael Salzer

Die Nachbarn zeigen es vor. Michael Salzer über moderne Sportförderung am Rande des Waldviertels.

„Ich habe Respekt vor der Arbeit, die in Schrems geleistet wird“, sprach Waidhofen-Obmann Andreas Hanisch zur Kunstrasen-Problematik im Waldviertel. „Aber der Platz ist einfach zu hart, daher nicht gut für die Gesundheit der Spieler.“ Zwettl-Trainer Ljubo Petrovic formulierte es noch deutlicher: „Die Jungs sind kaputt vom Schremser Kunstrasen. Man läuft dort wie auf Asphalt.“

Ganz im Gegensatz zum nahen Tschechien: Dort werden Plastikwiesen der modernsten Machart, die eindeutig „gesünder“ sind, fast nach Belieben gebaut. Zum Beispiel in Trebon oder Borovany, beide nur knappe 40 Kilometer von Schrems entfernt, kombiniert mit vielen weiteren Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten. Oder in Trest, wo die Raabser zuletzt angetreten sind, dafür knappe 60 Kilometer abgespult haben.

In Kombination mit dem Aussterben des Hallenfußballs wird das Waldviertel somit, zumindest im Winter, mehr und mehr zum sportlichen Entwicklungsland. Unsere nördlichen Nachbarn hingegen zeigen vor, wie moderne Sportförderung geht. Fußball als Ganzjahres-Sport wird faktisch nur noch beim LAZ Zwettl bzw. bei der JHG Waldviertel praktiziert – dort hat man die Chancen und das Potenzial des Futsal erkannt.