Erstellt am 13. Januar 2016, 05:43

von Brigitte Lassmann-Moser

Mensch stößt an Grenzen. Brigitte Lassmann-Moser über den fehlenden Winter.

Derzeit herrschen – für einen Jänner im Waldviertel – wieder ungewöhnliche Temperaturen. Es mag sich einfach kein richtiger Winter, wie wir ihn von früher kennen, einstellen.

Das hat natürlich Vorteile: Keine Gehsteigräumung, kein Auto abkehren, Einsparungen beim Winterdienst für Gemeinden und Straßenmeistereien… Das hat aber auch Nachteile, abgesehen davon, dass vielen von uns der Anblick einer schönen, weißen Winterlandschaft schon fehlt: Kleidergeschäfte bleiben auf dicken Jacken sitzen, Schuhhändler auf ihren Stiefeln, und vor allem jene Orte, die zu einem guten Teil vom Wintersport leben, müssen Abstriche machen: In Zwettl läuft zwar die Kunsteisbahn, in Kirchbach kann man die Schi anschnallen, und in Gutenbrunn freut man sich, dass man zumindest zwei der insgesamt 65 Kilometer Loipen spuren konnte. Aber das alles ist nur mit maschineller Hilfe möglich. Und auch da sind Grenzen gesetzt.

Das zeigt uns wieder einmal, dass der Mensch zwar oft, aber nicht immer und überall eingreifen kann, sondern dass die Natur noch immer stärker ist.