Erstellt am 10. Dezember 2015, 03:28

von Brigitte Lassmann-Moser

Nur nicht stehen bleiben. Brigitte Lassmann-Moser über die Ängste in der Landwirtschaft.

Eigentlich hätte es eine Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung Zwettls werden sollen, zu der die Grünen anlässlich der Schließung der Zwettler Molkerei in der Vorwoche eingeladen hatten, dank einiger kämpferischer (Alt-)Bauern im Publikum ist es dann eine allgemeine Diskussion über derzeit brisante Themen, vor allem für die Landwirtschaft, geworden: Marktkonzentration, Massenproduktion, Preisverfall, TTIP…

Wie kann ein Landwirt in Zeiten wie diesen, in denen die Betriebe immer größer werden und die Kleinen auf der Strecke bleiben, überhaupt überleben? Eines kam dabei immer wieder zum Ausdruck: Jammern und Sudern bringen nichts, nur wer sich spezialisiert, Nischen sucht und findet, wird eine Chance haben. Von „intelligenten Produkten“, Wertschätzung und Wertschöpfung war da oft die Rede.

Wie in vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft auch, wird auch in der Landwirtschaft der, der stehenbleibt, über kurz oder lang untergehen. Ideen sind also gefragt – und weniger Angst. Denn zu Tode gefürchtet, ist auch gestorben!